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Brandenburg/Havel Guter Arbeitsmarkt im September
Lokales Brandenburg/Havel Guter Arbeitsmarkt im September
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12:34 28.09.2018
Das Jobcenter kann mehr Jobs anbieten als in früheren Jahren. Quelle: Jürgen Lauterbach
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Brandenburg/H

Der September war in den vergangenen Jahren fast immer ein günstiger Monat am Arbeitsmarkt. Auch in diesem Monat ist die amtliche registrierte Arbeitslosigkeit in Brandenburg/Havel und Umgebung im Vergleich zum August gesunken. Die aktuelle Quote liegt bei 7,1 Prozent (August 2018: 7,3 Prozent).

4134 arbeitslose Menschen in Brandenburg/Havel und den umliegenden Gemeinden, diese Septemberzahl bedeutet einen erneuten Tiefstand. Noch vor einem Jahr waren im gleichen Gebiet mehr als 4400 Frauen und Männer ohne Arbeit gewesen.

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Die positive Entwicklung zeigt sich auch in der Stadt, wo die Arbeitslosigkeit stets etwas höher ausfällt als im Umland. 8,4 Prozent Arbeitslosigkeit im September bedeuten einen Rückgang um 0,3 Prozent im Vergleich zum August und auch zum September des Vorjahres.

Für Jobcenter-Geschäftsführer Michael Glaser ist bedeutend, dass die Sommermonate in der Stadt keine höhere Arbeitslosigkeit gebracht haben. Die Behörde kann sich daher weiter konzentrieren auf Bürger, die schon länger als zwölf Monate aus dem Arbeitsleben raus sind. Deren Zahl ist in den vergangenen Jahren erkennbar gesunken.

Langfriste Bemühungen fruchten

Glaser führt diesen Trend darauf zurück, dass einerseits die Joblage relativ gut ist und andererseits langfristige Bemühungen des Jobcenters fruchten, langzeitarbeitslose Frauen und Männer, darunter durchaus auch Menschen über 50, wieder in Arbeit zu bringen. Der Preis dafür ist relativ hoch, weil es dabei um Bürger geht, die man in früheren Jahren als „arbeitsmarktfern“ bezeichnet hat, ein netteres Wort für chancenlos. Nach den Erfahrungen des Jobcenters sind diese Bürger durchaus nicht mehr chancenlos.

Nur muss die Behörde in den Einzelfällen ziemlich viel Geld aufwenden, damit die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt am ende auch klappt.

Die Zahl junger Arbeitsloser ist zwar ebenfalls gesunken, aber weil noch mehr als 200 junge Leute zwischen 15 und 25 ohne Arbeit sind, ist Glaser nicht zufrieden. Nach seinen Worten hapert es oft an Kenntnissen, was im Beruf verlangt wird. Ein-Tages-Praktika sollen Jugendlichen künftig bei der Orientierung und Entscheidungsfindung helfen.

Von Jürgen Lauterbach