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Brandenburg/Havel Nach Sanierung: Hauptstraße schon wieder Stolperfalle
Lokales Brandenburg/Havel Nach Sanierung: Hauptstraße schon wieder Stolperfalle
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18:16 09.04.2019
Die Pflasterschäden in der Hauptstraße sind nicht übersehbar.
Die Pflasterschäden in der Hauptstraße sind nicht übersehbar. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Es ist noch kein ganzes Jahr her, dass die Hauptstraße fahrrad-, rollator- und kinderwagenfreundlich im Abschnitt zwischen der Packhof- und der Wollenweberstraße hergerichtet wurde. Das Katzenkopf-Großpflaster wurde durch geschnittenes Großpflaster ersetzt und in Beton gelegt.

Keine elf Monate später gibt es in eben diesem Abschnitt verkipptes und hoch stehendes Großpflaster, entlang der Straßenbahnschienen es sogar abgesackt. Es gibt offene Pflasterfugen, ebenfalls im Schienenbereich ist der Fugenverguss mangelhaft.

In der Bauverwaltung ist das Problem bereits bekannt. „Kurzfristig sind die Probleme in den Pflasterflächen, die die Verkehrssicherheit einschränken, zu beheben. Dem Baubetrieb ist die Mängelbeseitigung aufgegeben worden“, sagt der städtische Tiefbauchef Peter Reck. Termin für die Mängelbeseitigung ist der 31.Mai.

240.000 Euro hat die Maßnahme im Vorjahr gekostet, die Nachbesserungsarbeiten kosten nicht extra, sondern resultieren aus Gewährleistungsansprüchen der Auftraggeberin Stadt. „Die Firma Beschorner liefert normalerweise gute Qualität ab und ist ein zuverlässiger Partner für die Kommune“, sagt Rathaussprecher Jan Penkawa.

Auf einer Länge von 114 Metern und einer Fläche von mehr als 600 Quadratmetern wurde im Frühjahr 2018 das Pflaster vor der Jahrtausendbrücke ausgewechselt und durch geschnittenes Pflaster ersetzt. Notwendig wurde das, weil die Pflasterfläche im Bereich der unteren Hauptstraße uneben und durch Lageverschiebungen der Pflastersteine gekennzeichnet war. Zudem bestanden große Fugen, die die Befahrbarkeit für Fahrradfahrer, Kinderwagen oder Rollstühle erschwerten.

Deshalb musste das Pflaster nebst Unterkonstruktion aufgenommen und mit neuem Schichtenaufbau verlegt werden. Wegen der relativ geringen Straßenbreite in diesem Abschnitt und Enge und wegen der Straßenbahngleise kam kaum schwere Technik zum Einsatz, verlegt wurde vor allem in Handarbeit.

Im gerade für 2019 und 2020 beschlossenen Haushalt sind keine weiteren Verbesserungsarbeiten an der Hauptstraße geplant, die müssten dann aus dem allgemeinen Unterhaltungsetat bestritten werden.

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) hatte allerdings bereits im Vorjahr gesagt, dass es keiner weiteren Investitionen in den Pflasterbelag bedürfe: Ab der Wollenweberstraße wird die Hauptstraße breiter, von Radfahrern, Eltern mit Kinderwagen und Benutzer von Rollatoren, könnten die Seitenbereiche genutzt werden. Diese sind mit Kleinpflaster beziehungsweise Granitplatten belegt.

Von André Wirsing

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