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Brandenburg/Havel Adoptierter Jungstorch
Lokales Brandenburg/Havel Adoptierter Jungstorch
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10:56 02.09.2014
Ein gutes Storchenjahr im Havelland. Quelle: MAZ
Havelland

Als beide Altstörche nicht mehr auf dem Paretzer Nest saßen, hatte Claudia Hipp einen schlimmen Verdacht. Und richtig: Die zwei am 24. Mai geschlüpften Jungstörche auf ihrem Hof waren tot, wie eine Kontrolle ergab. Vermutlich zu sehr ausgekühlt, kurz zuvor hatte es heftig geregnet.

Nun drohten auch die Elterntiere dem Storchenhof den Rücken zu kehren. „Ich habe sofort in der Storchenstation in Loburg angerufen“, sagt Hofchefin Claudia Hipp. Dort gab es tatsächlich einen Jungstorch, der in Wittenberg aus einem Nest gefallen, jedoch unverletzt geblieben war. Den durfte sie mit nach Paretz nehmen, setzte ihn vorsichtig ins Nest. „Es war spannend, ob die Altstörche ihn annehmen“, erinnert sie sich. Und tatsächlich: Drei Stunden später nahmen sie den Kleinen wahr und fingen sofort an zu füttern. Die Adoption war geglückt.

Freude über Storchenadoption

Dass schon mal ein Storch adopiert worden ist in seinem Zuständigkeitsbereich, daran kann sich Dieter Stark nicht erinnern. „Es ist eine schöne Sache“, sagt der Storchenvater des Osthavellandes, der den Kontakt nach Loburg hergestellt und sich selbst überzeugt hatte, dass das Experiment gelungen ist. „2014 war ein gutes Storchenjahr“, kann Stark bilanzieren. In 27 Nestern, in denen gebrütet wurde, konnten insgesamt 66Jungstörche ihren ersten Flug antreten – in etwa so viele wie im vergangenen Jahr. Allerdings gab es auch in diesem Jahr wieder acht Jungvögel, die zu Tode kamen – neben Paretz unter anderem in Niebede, Tietzow und Wagenitz. In Friesack am Markt lagen drei Eier im Nest, aus denen aber letztlich kein Storch geschlüpft ist. „Dort sind die Eier kalt geworden. Weil ein Feuerwerk stattgefunden hat, brachen die Störche das Brutgeschäft ab“, beklagt Stark. Und so etwas komme leider immer wieder vor, unter anderem auch in Groß Behnitz.
Das Wetter und Nahrungsmangel sind aber nur zwei mögliche Ursachen für den Tod von Jungstörchen. Manchmal werden sie auch von anderen Vögeln angegriffen. „In Friesack am Bahnhof haben Kolkraben die Störche attackiert“, sagte Stark. Offenbar hatten sie Appetit auf den Nachwuchs. Doch die Hausherren konnten sich behaupten, Wochen später wurden alle drei Jungtiere flügge.

Von Andreas Kaatz

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