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Brandenburg/Havel Havelsee verhängt Bausperre
Lokales Brandenburg/Havel Havelsee verhängt Bausperre
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16:08 16.12.2016
Auf dieser privaten Brachfläche könnte eigentlich gebaut werden. Doch die Kommune will sich dauerhaft Parkflächen sichern. Quelle: Frank Bürstenbinder
Pritzerbe

Die als inoffizieller Parkplatz genutzte Brachfläche an der Pritzerber Ablage sieht aus, als wäre sie von den Stadtsanierern vergessen worden. Doch das Areal in erster Reihe zum Havelufer befindet sich in Privatbesitz und ist Bauland in bester Wasserlage. Das letzte Haus an diesem Platze wurde zu tiefen DDR-Zeiten abgerissen. „Zu einem von der Kommune damals ins Auge gefassten Neubau mit vier Wohnungen kam es nie“, erinnert sich Havelsee-Bürgermeister Günter Noack. Geht es nach der Stadt, soll der Bereich auch in Zukunft eine Abstellfläche für Fahrzeuge bleiben. Nur schöner könnte die Brache in exponierter Lage sein.

Bebauungsplan Ferienpark in Kraft getreten

Erleichterung bei Projektentwickler Arne Zühlke. Seinen Bebauungsplan für einen „Ferienpark Havelsee“ in Kützkow haben die Stadtverordneten zur Satzung erhoben.

Nun können an der Mühlenbreite bis zu 60 Ferienhäuser entstehen. Bis Ende 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein. Mit der Stadt wird ein Durchführungsvertraq abgeschlossen.

Während der öffentlichen Auslegung des Entwurfs gab es einige Ergänzungen und Änderungen, die aber die Grundzüge der Planung für den Ferienpark nicht berühren.

Doch für eine städtebauliche Aufwertung der Freifläche direkt neben der sanierten Ablage hätte die Kommune in den Besitz des Grundstücks kommen müssen. Doch alle Versuche mit dem nicht in Pritzerbe lebenden Eigentümer in Kontakt zu kommen, scheiterten. Niemand kennt seine Pläne. „Die Grundsteuer wird pünktlich überwiesen. Aber ans Telefon geht keiner“, berichtete Amtsdirektor Guido Müller in dieser Woche den Stadtverordneten. Nach vielen Jahren der Ungewissheit prescht die Kommune jetzt nach vorn.

Entlang der Rückfront der Gartenstraße können in Pritzerbe einige Eigenheime entstehen. Quelle: Frank Bürstenbinder

Die Stadtverordneten beschlossen am Donnerstag die Fläche mit einem Bebauungsplan „Parkplatz an der Ablage“ zu überziehen. Ziel: Das Grundstück soll auch in Zukunft öffentlicher Parkplatz bleiben, der auch bei Veranstaltungen auf der Ablage mitgenutzt werden kann. In Nachbarschaft befinden sich das Rathaus und der Schiffsanleger. „Außerdem soll die Sichtachse über die Havel freigehalten werden“, so Bürgermeister Noack. Neben dem Aufstellungsbeschluss verständigten sich die Abgeordneten auf eine sogenannte Veränderungssperre. Mit diesem Planungsinstrument wird verhindert, dass während des Zeitraums der Aufstellung des B-Plans ein Haus oder eine andere bauliche Anlage errichtet werden kann. Die Wirkung entspricht einer generellen Bausperre.

Ob der Eigentümer auf die neue Entwicklung reagiert, muss abgewartet werden. Allerdings dürfte ihm eine Entschädigung zustehen, wenn sein zum Bauen geeigneter Grund und Boden plötzlich zur Verkehrsfläche geworden ist. Unverändert besteht die Bereitschaft der Kommune die Fläche zu erwerben.

Auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr stellten die Volksvertreter eine andere Weiche für die Stadtentwicklung im Ortsteil Pritzerbe. So wurde nach langer Vorbereitungszeit der geänderte Bebauungsplan „Gartenstraße“ beschlossen. Dabei handelt es sich um eine deutlich abgespeckte Variante des ursprünglichen B-Plans. Die Neubebauung mit sechs bis sieben Eigenheimen reduziert sich auf eine Baureihe entlang des Wiesenweges zwischen Damm und Gartenstraße. Es wird keine gesonderte Stichstraße für eine innere Erschließung geben. Die Grundstücke befinden sich in Privathand. Ein Bau- oder Verkaufszwang besteht nicht.

Von Frank Bürstenbinder

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