Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Havelstädter sind häufiger krank
Lokales Brandenburg/Havel Havelstädter sind häufiger krank
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:43 01.12.2019
Die Zahl der Verletzungen hat 2018 abgenommen, andere Erkrankungen legten zu. Quelle: Foto imageBROKER
Brandenburg/H

Etwa 39 000 Erwerbstätige, Tendenz steigend, waren laut Statistik 2017 in der Stadt Brandenburg gemeldet. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat jetzt eine Analyse der Krankenstatistik für 2018 vorgenommen und ist zu interessanten Schlüssen gekommen.

Der Krankenstand in der Havelstadt ist demnach leicht gestiegen. Die Ausfalltage nahmen um 0,2 Prozentpunkte zu und liegen jetzt bei 5,5 Prozent. Das heißt: Laut Report waren an jedem Tag 2018 von 1000 Arbeitnehmern genau 55 als krank gemeldet. Der Landesdurchschnitt liegt bei 5,4 Prozent. Der höchste Krankenstand im Land wurde mit 6 Prozent im Barnim verzeichnet.

Weniger Verletzungen mehr Depressionen

Die niedrigste Quote wurde in Potsdam gemessen: Dort waren nur 4,6 Prozent der Erwerbstätigen durchschnittlich erkrankt. Auch wenn die Zahl der Krankentage leicht angestiegen ist: Es gibt frohe Kunde. Die Analyse zeigt, dass die Zahl der Fehltage in Folge von Verletzungen jeder Art in der Stadt Brandenburg um 18 Prozent gesunken ist und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Mit 21,1 Prozent sind es vor allem Probleme mit dem Rücken, die für die meisten Fehltage sorgten. Zur Verdeutlichung: Auf 100 Versicherte der Stadt Brandenburg kamen allein durch Erkrankungen des Muskel-Skelett-System 2018 genau 426 Fehltage. Das waren zehn Prozent mehr Krankentage als noch im Jahr zuvor. Dicht gefolgt wird „der Rücken“ von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen, die bereits mit 18,2 Prozent aller Krankheitstage auf Platz 2 in der Statistik zu finden sind.

Hilfe für Arbeitgeber

Mit 17,1 Prozent werden Erkrankungen des Atmungssystems wie Bronchitis, Erkältungen oder Mandelentzündungen erfasst, gefolgt von den Verletzungen mit 10 Prozent. Probleme mit dem Verdauungssystem (5,3 Prozent) oder Infektionen (3,3 Prozent) oder dem Kreislaufsystem (3,5 Prozent) spielen laut DAK-Report eine untergeordnete Rolle bei den Krankschreibungen der Havelstädter.

Mit den Analysen zum Krankenstand in der Stadt setzen wir gezielt beim betrieblichen Gesundheitsmanagement an und können so den Arbeitgebern konkrete Hilfen geben“, sagt die Brandenburger DAK-Chefin Ines Tischler. In der Tat geben die Zahlen Aufschluss darüber, was in Unternehmen verbessert werden kann, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten.

Immer weniger junge Menschen greifen zur Zigarette

Als Schwerpunktthema der aktuellen Analyse hat die Krankenkasse das Thema Sucht im Land Brandenburg in einer repräsentativen Befragung genauer unter die Lupe genommen. Wenig überraschend das Fazit: Der Großteil bei Krankmeldungen bei Suchtproblemen (73 Prozent) ist auf Alkohol zurückzuführen. Nicht ungefährlich ist auch das Rauchen. 22,2 Prozent (also etwa 210000 Menschen im Land Brandenburg) der Erwerbstätigen sind Raucher. Erfreuliche Entwicklung: Unter den Brandenburgern zwischen 18 und 29 Jahren haben etwa zwei Drittel noch nie geraucht, nur 16 Prozent sind Raucher.

Von Benno Rougk

Mit 1,97 Promille ist ein 19-Jähriger in Brandenburg an der Havel von einem Auto erfasst worden. Außerdem stand der junge Mann unter Drogen.

01.12.2019

Zum vierten Mal wird der erste Advent in Rogäsen mit einem kleinen Markt begangen. Diesmal öffnen die Schlossbesitzer die Schmiede dafür sogar an zwei Tagen.

01.12.2019

Ein Komponist in Klang und Wort: Beim Kammerkonzert in der Studiobühne wurden die Facetten Beethovens in der Musik und in den Ausführungen des renommierten Dirigenten Peter Gülke lebendig.

01.12.2019