Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Hebammenstudium: Hochschulstandort noch unklar
Lokales Brandenburg/Havel Hebammenstudium: Hochschulstandort noch unklar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:51 15.11.2019
In der Geburtshilfe werden Profis gebraucht. Hebammen. Ausgebildet werden sie künftig in einem Hochschulstudium. Quelle: Heike Schulze
Brandenburg/H

Hebammen sind gefragt. Daher ist auch das Interesse an qualifizierten Geburtshelferinnen auch am städtischen Klinikum Brandenburg/Havel vorhanden.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadtverordnete Nicole Näther (SPD) die Verwaltung nach dem aktuellen Beschäftigungsstand und nach der Perspektive der Hebammenausbildung gefragt, die künftig bundesweit an Hochschulen laufen soll.

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) nimmt in seiner Antwort Bezug auf den Koalitionsvertragsentwurf der Landesregierung, demzufolge ein dualer Studiengang für die Hebammenausbildung im Rahmen des Gesundheitscampus eingerichtet werden soll.

Hebammenwissenschaften

Unter Gesundheitscampus ist die gemeinsame Initiative der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), Universität Potsdam und Technischen Universität Cottbus/Senftenberg zu verstehen.

Nach Schellers Informationen sind verbindliche Entscheidungen zum Standort derzeit noch nicht getroffen. Klar sei aber, dass der neue Studiengang „Hebammenwissenschaften“ aus dem Landeshaushalt bezahlt werden müsste.

Aktuell beschäftigt das städtische Klinikum nach eigenen Angaben 15 Hebammen auf 10,83 Stellen. Vom Frühjahr 2020 an sollen es 17 Hebammen auf 11,33 Stellen sein.

Eine Leih-Hebamme

Den Angaben zufolge hat im vergangenen Oktober eine Hebamme als Leiharbeiterin im Kreißsaal 19 Dienste geleistet. Für November und Dezember seien für diese ausgeliehene Hebamme 23 Dienste geplant. Freiberuflich tätige Hebammen würden im Kreißsaal nicht beschäftigt.

Statistisch berechnet kommt auf die zwei Hebammen einer Schicht im Durchschnitt eine Entbindung. Denn bis zum Stichtag 4. November 2019 sind im Kreißsaal des städtischen Klinikums 866 Neugeborene zur Welt gekommen. Das entspricht einem Durchschnitt von 2,81 Entbindungen je Kalendertag.

Beruf attraktiver machen

Auf verschiedene Weise versucht das Klinikum, den Hebammenberuf in seinem Einflussbereich attraktiver zu machen. Etwa durch, wie es heißt, „langfristig erstellte und verbindliche Dienstpläne, welche die persönlich-individuellen Besonderheiten der Hebammen“ berücksichtigen, zum Beispiel die Kinderbetreuung oder die parallele freiberufliche Tätigkeit.

Das Klinikum setzt beim beruflichen Nachwuchs Hoffnungen auf die kommenden Jahre. Im Herbst 2020 soll eine Hebammenschülerin ihre Tätigkeit in Kreißsaal aufnehmen.

In den folgenden beiden Jahren sollen es zusammen fünf frisch ausgebildete Frauen sein, denen das städtische Krankenhaus Arbeitsplätze in der Geburtshilfe anbietet.

Von Jürgen Lauterbach

Die Goldenen Zwanziger des letzten Jahrhunderts nacherleben? Berlin, wie es mit all seinen Sünden und Verlockungen war? Das geht am Freitag im Brandenburger Theater. Was sonst noch los ist in der Region, verraten wir in unseren Veranstaltungstipps zum Wochenende.

15.11.2019

Wohin mit dem Laub vom Straßenrand? Die Stadtverwaltung stellt vom 25.November an dafür Container auf. Sie teilt mit, wo, wann und wie lange die Behälter in den Stadt- und Ortsteilen zu finden sind.

15.11.2019

Ein Gürtel, der Musik auf der Haut spürbar macht und neue Apps für Fahrgemeinschaften und Beziehungen faszinieren Gäste in der Technischen Hochschule Brandenburg. Sie erleben, welche Projekte den Brandenburger Innovationspreis gewinnen.

14.11.2019