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Brandenburg/Havel Heftige Reaktionen: Die Brandenburger diskutieren über die Brückensperrung
Lokales Brandenburg/Havel Heftige Reaktionen: Die Brandenburger diskutieren über die Brückensperrung
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10:26 10.12.2019
Die Brücke „20. Jahrestag“ ist seit einigen Tagen für den Verkehr gesperrt. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Schock und Ärger sind immer noch groß unter den Brandenburgern. Nach einer Routinekontrolle hat der Landesbetrieb Straßenwesen am 5. Dezember die Brücke „20. Jahrestag“ komplett für den Verkehr gesperrt. Lange Staus im Berufsverkehr, improvisierte Umleitungen durchs Wohngebiet, Umwege für Buslinien und lange kein Ende dieser Situation in Sicht lassen die Stimmung in der Stadt hochkochen.

Diskussionen in Facebook-Gruppen der MAZ

Die Berichterstattung der MAZ hat von Beginn an die Diskussionen im Netz befeuert. In der eigens eingerichteten Facebook-Gruppe „Alles zur Sperrung der Brücke am Altstadt-Bahnhof“ lassen viele Dampf ab. Es gibt aber auch Vorschläge zum weiteren Umgang mit der Situation und ein bisschen Ironie darf auch sein. Hier einige Stimmen von Nutzern.

„Für mich stellt sich die Frage, warum nicht parallel zu diesem Zustand, der ja offensichtlich schon lange schwelt, Maßnahmen für einen Ersatz vorbereitet werden. Muss erst immer das Kind in den Brunnen gefallen sein, ehe man reagiert“, sagt Reiner Heublein. „Na prima. Noch mehr Umwege, um auf Arbeit zu kommen. Nur fliegen ist irgendwann schöner oder wie?“, schreibt Silvia Hanisch im ersten Ärger.

Trübe Aussichten auf schnelle Änderung der Situation

Matthias Knorr gibt zu Bedenken: „So ein Bauwerk ist nicht für fünf Euro zu bauen und zudem eine Abstimmung mit Land und Bund erforderlich - und wie alle wissen sind in ganz Deutschland mehr Brücken marode als aktuell finanzierbar wäre. Brandenburg hat inzwischen vier Fälle, drei davon (Plane, Wust, Potsdamer Straße) benötigen enge Abstimmung mit der Bahn, was es noch komplizierter macht.“

Lesen Sie auch: Brücken-Experte will der Stadt helfen

Markus Mertiens schaut ebenfalls in die Zukunft und plädiert für eine gute Zusammenarbeit ohne politisches Kalkül: „Der Blick zurück (im Zorn) hat wenig Sinn.“ Er wünscht „Steffen Scheller eine gute Hand in dem Wissen, dass das Thema emotionsgeladen und komplex ist. Inhaltlich begrüße ich die Diskussion Kreisverkehr, da genug Fläche vorhanden ist.“

Lösung der unmittelbaren Verkehrsprobleme

Wer jetzt allerdings regelmäßig mitten im Stau steht, will wenigstens eine schnelle Reaktion auf die Verkehrsprobleme. Facebook-Userin Kris Tin schreibt: „Ein Appell einer Autofahrerin an die Stadtverwaltung und Steffen Scheller: Ampelschaltung ändern. Es fahren alle nur durch die Klingenbergsiedlung, weil es von der Ampelschaltung an der Magdeburger Landstraße so gar nicht funktioniert. Man hatte bisher drei Tage Zeit diese zu ändern. Da kann man auch mal Samstags arbeiten.“

Philipp Rudolfwünscht sich deshalb den Einsatz der Polizei zur Verkehrsregelung: „Offensichtlich herrscht Chaos, weil die Ampeln nicht auf die Verkehrssituation angepasst sind. Von daher wäre es aus meiner Sicht eine unkomplizierte, schnelle Lösung, den Verkehr flüssiger und vor allem sicherer zu regeln, bis die Ampelschaltung angepasst sind.“

Sicherheit auf dem Schulweg

Die Sicherheit der Kinder an der Klingenbergschule hat Ute Taegeim Blick: „Eine Möglichkeit der Milderung der bestehenden Gefährdungslage der Schulkinder auf ihrem Schulweg könnte eine Sofortmaßnahme sein durch den Einsatz von Schulweg-Paten durch die stadteigene Bas, vergleichbar den früheren Buspaten.“

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