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Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel im Wandel der Zeit
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel im Wandel der Zeit
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15:43 23.11.2019
Der Parkplatz zwischen dem Neustädtischen Markt und dem Molkenmarkt in Brandenburg an der Havel: Bis 1945 war die Fläche bebaut, etwa mit dem Rathaus. Quelle: Heiko Hesse
Brandenburg/H

Der Abriss des letzten Firmensitzes in Brandenburg an der Havel ist dokumentiert. Selbst erlebt hat es Juwelier Hermann Schüler nicht, als das Wohn- und Geschäftshaus am Kopf der Steinstraße vor etwa 40 Jahren wich. Er war nach dem Krieg in den Westen gegangen, wie etliche Unternehmerfamilien aus der Stadt Brandenburg. In Osnabrück ließen sich die Schülers nieder.

Der Wandel in der Innenstadt wiord deutlich, wenn man die historischen Bilder und Ansichtskarten aus dem Album der Familie Schüler mit heutigen Ansichten vergleicht.

Doch hielt die Familie den Kontakt in die alte Heimat. So erfuhr Hermann Schüler, dass das Haus in der Steinstraße aus dem Stadtbild verschwunden ist. Auch das nächstliegende Geschäftsgebäude in Richtung Markt fiel der Abrissbirne zum Opfer. Dies war das letzte Gebäude an der St.-Annen-Straße, das aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg herrührte.

Im Adressbuch von 1892 findet man den Eintrag: „Hermann Schüler, Königlich-preußischer Hof-Juwelier und Uhrmacher, gerichtlich vereidigter Sachverständiger als Taxator von Gold- und Silbersachen, Uhren sowie allen dahinschlagenden Kunstsachen“. Das Geschäft in der Hauptstraße 9 besaß bereits einen Telefonanschluss.

>>Weitere historischen Ansichten aus Brandenburg an der Havel finden Sie hier.

Im Fotoalbum der Schülers findet sich zudem eine besondere Perle. Es ist die Reproduktion einer alten Postkarte aus der Zeit um 1900 aus der Potsdamer Straße. Bemerkenswert ist der handschriftliche Vermerk auf der Rückseite: „grad rüber von Kohlen Schüler früher“ – ein weiterer Spross der Familie.

Von Heiko Hesse

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