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Brandenburg/Havel Massenandrang beim Höfefest
Lokales Brandenburg/Havel Massenandrang beim Höfefest
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15:49 19.08.2018
Spaß hatte Lydia Menzel (9) beim Seifenblasen machen aus dem Fenster im 1. Stock der Fouqué-Bibliothek. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Massenweise schoben sich am Samstagnachmittag die Menschen durch die Altstadt von Brandenburg.

Zeitweilig glich die Bäckerstraße einer verkehrsberuhigten Zone, wo sich die Autos vorsichtig um die Fußgänger herum schlängelnd ihren Weg suchen mussten. An mangelndem Interesse kann es also nicht gelegen haben, dass dieses Jahr nur kommerzielle Veranstalter und Institutionen ihre Höfe für Publikum geöffnet haben. Kein einziger privater Hof hat sich dieses Mal beteiligt. 

Das Höfefest in der Altstadt ist keine einfache Veranstaltung mehr, sondern eine Institution. Hunderte Gäste erlebten das Spektakel bei schönstem Sommerwetter.

Vorbei die Zeiten von Zwiebelkuchen und leckerer Wildsuppe in der Klosterstraße. Vorbei das Fenstertheater und das Kinderspaßprogramm mit Frau Schmidt in der Bäckerstraße. Dabei haben sich die diesjährigen Teilnehmer mit dem Höfeprogramm alle Mühe gegeben.

Vor dem Heimatmuseum im Freyhaus sorgte Leierkastenmann Volker Publikum für Hinterhof-Flair. Der Wahlberliner, der Zeit seines Berufslebens als KfZ-Meister von einer Drehorgel träumte, konnte sich mit Unterstützung seiner Frau diesen Wunsch als Rentner erfüllen. Eine Einführung bei der Berliner „Drehorgel Jette“ sorgte für das erforderliche Wissen.

Das Stadtmuseum hat einen strategischen Vorteil. Es bietet die kürzeste Verbindung zwischen Kloster- und Ritterstraße an. Die Gärten des Stadtmuseums luden mit üppigem Kuchenbüfett zum Verweilen ein. Mehrere Trödelstände boten vereinzelt Rares und sonst reichlich viel Kitsch an. Vorbei am „Café Melange“ in der Ritterstraße, das mit seinem Kuchenangebot locken wollte - zu spät für die Leute, die gerade aus dem Stadtmuseum kamen – ging es links rum weiter in die Bäckerstraße.

Gleich der erste Hof in der Bäckerstraße Nr. 22, wo sonst Autos in der KfZ-Werkstatt von Meico Lukas auf technische Hilfe hoffen, ließ die SPD wie jedes Jahr wieder den Bär steppen. Neben geistig-politischer Ertüchtigung boten die Genossen Kaffee und Kuchen feil, sowie Currywurst und Bürgerbräu-Bier aus Bad Belzig.

Im Hof von Möbelhaus Naumann hatte die Karibik mit Palmen in Blumenkübeln, Latin-Musik und Cocktails Einzug gehalten. Doch karibische Lebenslust wollte nachmittags hier nicht so richtig aufkommen. Lebenslust pur konnte man hingegen auf dem Hof von Arnold Bestattungen erleben. Hier wurde getanzt und gelacht und? Richtig: Es gab Kaffee und Kuchen.

Vor dem Mode-Café Bäckerstraße 7 tanzten junge Mitglieder der Trend-Sport-Academie mitten auf der Straße zu fetziger Musik. Dabei wurde den Besuchern schon beim Zuschauen heiß. Das kulinarische Angebot. Kaffee und Kuchen.

Dudelsackklänge vor dem Bürgerhaus in der Bäckerstraße machen neugierig. Kata Seiffert lässt hier ihr Schwein tanzen. Nein, kein echtes! Eine rosa Gliederpuppe in Schweinsgestalt hat sie mit dem Pedal des Dudelsacks gekoppelt. Drinnen im Hof herrscht dichtes Gedränge. Gerade buhlt der Volkschor mit alten Volksliedern um Aufmerksamkeit. „Leute, der Kuschen schmeckt auch zum Bier“, ruft Kathrin Arndt vom vollen Kuchenbüfett. Die Vereinschefin der Altstädter, ist enttäuscht, dass kein privater Hof am Höfefest teilgenommen hat.

„Es müssen ja immer alle Bewohner eines Hauses damit einverstanden sein“, erklärt sie. „Das ist nicht immer einfach.“ Was tun? „Ich kann die Leute doch nicht zwingen. Die Teilnahme ist freiwillig“, sagt Arndt. Das stimmt zwar, aber ohne private Höfe mit ihren vielfältigen Angeboten geht das Konzept nicht auf. Vielleicht sollten die Altstädter überlegen, ob sich nicht mit einem Wettbewerb Anreize für die Teilnahme schaffen ließen.

Wer hat den pfiffigsten Hof gestaltet? Wer hat das interessanteste Angebot? Und die Besucher stimmen darüber ab. Für Preise ließen sich ja vielleicht Sponsoren in der Altstadt finden.

Von Ann Brünink

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