Hörspielwochenende im Brandenburger Theaterpark
Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel 13. Hörspielwochenende lockt Hunderte in den Theaterpark
Lokales Brandenburg/Havel 13. Hörspielwochenende lockt Hunderte in den Theaterpark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:28 04.08.2019
Kleine und große Hörspielfreunde kamen am Wochenende beim Brandenburger Hörspielwochenende voll auf ihre Kosten.
Kleine und große Hörspielfreunde kamen am Wochenende beim Brandenburger Hörspielwochenende voll auf ihre Kosten. Quelle: Foto: Jast
Anzeige
Brandenburg/H

Es war alles wie immer. Der Verein Lauschkultur hatte am ersten Wochenende im August zum beliebten Hörspielwochenende in den Theaterpark geladen, übrigens zum 13. Mal. Und alle, alle kamen. Viele Kinder wuselten herum. Viele hatten Oma und Opa mitgebracht, aber die meisten Kinder waren mit ihren Eltern da.

Das 13. Hörspielwochenende lockte am Wochenende viele Menschen in den Theaterpark. Ein paar Bilder, die Lust darauf machen, im kommenden Jahr dabei zu sein.

Leute gibt‘s! „Himmelmann und Söhne“ schallt eine Männerstimme durch den Theaterpark. Eine Frau ruft an bei der Spedition und bekommt den Werbeslogan der Firma zu hören: „Wir transportieren alles, was Beine hat und ins Auto passt.“ Dennoch ist die Anruferin unsicher, ob es das richtige Unternehmen für sie ist.

Hörspiele live und vom Band

„Ich habe ein Klavier“, berichtet sie. Doch die Frau kommt kaum zu Wort, weil der Firmenchef sie ständig unterbricht. „Das Klavier ist aus Schokolade“, kann sie endlich einwerfen. Der Wagen dürfe also nicht in der prallen Sonne stehen. Außerdem solle auch noch eine Stehlampe transportiert werden, die brauche einen Sitzplatz. „Einen Sitzplatz für eine Stehlampe“, wundert sich der Firmenchef. Als die Frau dann noch von einem Lama spricht, das Patty heißt und spuckt, ist die Leitung plötzlich tot.

Kamen die bisherigen Hörspiele und Sketche vom Band, so präsentiert Schauspieler André Rauscher – er selbst nennt sich Geschichtenerzähler - sein Programm live auf der Bühne im Theaterpark. Er ist zum dritten Mal dabei und hat die Geschichte von Knut, dem Knoll-Troll, eigens für das Hörspielwochenende geschrieben. Er hat viele Requisiten mitgebracht, und die Puppen, mit denen er spielt, hat er fast alle selbst angefertigt. Ob er Kinder habe? „Nein“, lacht er, „dazu bin ich zu kindisch.“

Zuhause ist eben Zuhause

Der kleine Knoll-Troll lebt im Märchental ganz hinten auf einem Schlammhügel. Doch als die Schmetterlinge auslachen, beschießt Knut, seinen Hügel zu verlassen. Das war nicht so einfach.

Ein kuscheliges Vogelnest war schon besetzt mit einem Vogelpaar. Das würde eng, sieht Knut ein. Ein Bienenstock gefiel Knut gut, bis er erfuhr, dass er sich dort nützlich machen und helfen müsse, Honig zu sammeln. Igitt, Honig mag er nicht. Das Gespenst, das in der Burgruine wohnt, würde gern Gespenstertänze mit Knut tanzen. Beim Frosch, der auf einem Seerosenblatt wohnt, ist es Knut zu nass. Dann trifft er das Pups-Monster, das immer pupst. Doof! Schließlich kommt er zu einem wunderschönen Schlammhügel. Oben angekommen ist, entdeckt er, dass es sein Hügel ist, auf dem er bisher war. Endlich daheim. Glücklich legt er sich schlafen.

Ein Wochenende, das ankommt

Flavia ist neun, ihr Bruder Luis fünf. Papa Andrej Schreyer, ist Brandenburger und lebt in Leipzig. Aus Leipzig kommt auch Melanie Hendrich mit Juri (6). Alle drei Kinder sind sich einig: Am besten gefiel das Pups-Monster.

Und nach tollen Tagen mit vielen Besuchern und entspannter Stimmung sowie großartigen Hörspielen für große und kleine Menschen und ganz viel Kleinkunst ist für Gäste wie Veranstalter sonnenklar: Ihnen geht es wie dem Knoll-Troll. Ihr Hügel ist der Theaterpark und dorthin kommen sie alle wieder. Zum Hörspielwochenende 2020. Hoffentlich!

Von Ann Brünink