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Brandenburg/Havel Hoffen und Bangen auf dem „Platz“
Lokales Brandenburg/Havel Hoffen und Bangen auf dem „Platz“
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20:00 05.02.2013
BRANDENBURG/H.

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Marianna Wecke gehörte mit ihrem Mann zu den aller-ersten Mietern in den von 1955 bis 1957 errichteten acht Wohnblöcken. Sie beklagt die mangelnde Kommunikation mit der Vermieterin. „Im vorigen Jahr Anfang Februar waren wir beim Wobra-Chef Klaus Deschner. Er hat uns versprochen, bis Ende 2012 ist die Wohnanlage verkauft. Andernfalls wolle er in diesem Januar mit dem Sanieren beginnen.“ Gehört hat sie seitdem nichts mehr vom Unternehmenschef. Wenn die Klingelanlage kaputt war oder die Haustür klemmte, habe es immer zwei Wochen gedauert, bis Abhilfe kam.

„Schon vor sieben Jahren hat die Wobra angekündigt, Wohncontainer für die Dauer des Sanierens aufzustellen“, sagt Volksvertreter Tobias Dietrich. Der Pro-Kirchmöser-Stadtverordnete hat mit seinem SPD-Kollegen Carsten Eichmüller immer wieder nachgefragt, sie wollten wenigstens einen groben Zeitplan haben, damit sie den Mietern sagen können, ob es sich für sie lohnt, jetzt noch zu renovieren. „Offensichtlich hat Deschner uns wissentlich die Unwahrheit gesagt“, beklagt Eichmüller. Der Wobra-Chef hätte ihnen immer nur beschieden, die Sanierungsmittel seien in den Planungen eingestellt. Immerhin war vor knapp zwei Jahren noch von rund 4,5 Millionen Euro die Rede.

Das bestätigt Deschner auf MAZ-Anfrage. „Wir wollten sanieren, aber nur unter der Bedingung, dass es Fördermittel von der Investitionsbank ILB gibt. Die hat uns aber beschieden, dass sie nur noch Projekte in der Innenstadt fördert.“ Förderung bedeutet ein zinsloses Darlehen über mindestens die halbe Bausumme für 15 Jahre. Dem Vernehmen nach würden nach einem Sanieren ohne Förderung sieben bis acht Euro Kaltmiete je Quadratmeter fällig. Derzeit zahlen die Mieter knapp drei Euro. Die anderen Preise könnte kaum jemand bezahlen. Deshalb suchte Deschner intensiv nach Käufern. Eine Bewerberin aus der Region, dem Vernehmen nach die Unternehmerin Monika Hoth, hatte ernsthaft Interesse. Nach drei Monaten Verhandlungen sei der Kauf an den Banken gescheitert – eine einheimische Bank wollte mitziehen, doch ihre süddeutsche Partnerbank verweigerte wohl das Darlehen. „Es war nicht die Schuld der Interessentin, aber wir haben jetzt drei Monate Verzug“, bestätigt Deschner. Nach seinen Angaben gebe es weitere Interessenten, aber von auswärts. Noch vor dem Sommer soll der Verkauf abgeschlossen sein. Was kann ein Privatinvestor besser als die Wobra, um bezahlbare Mieten zu erhalten? Er kann sein Engagement steuerlich abschreiben, kann anders finanzieren und muss nicht ausschreiben.

Die verbliebenen Mieter sind hin und her gerissen. Sie wollen, dass etwas passiert. Zwar sind die Dächer neu, aber nicht gedämmt, Fenster und Elektroleitungen wurden nur teilweise erneuert, ebenso die Haustüren.

Attraktiv ist der Wohnstandort dennoch, es gebe viele Interessenten, sagt Mieter Andreas Breuer. „Ärztehaus, Banken, Supermärkte, Mehrgenerationenhaus, Bushaltestelle – alles in der Nähe.“ Es gibt keinen Straßenlärm, dafür in unmittelbarer Nachbarschaft eine Kleingartensparte und einen Garagenkomplex.

„Für die Häuser hatte die Wobra kein Geld. Dafür wird der Spielplatz gepflegt, aber Kinder sind keine mehr da“, sagt Hans-Dietrich Sprecher. (Von André Wirsing)

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