Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Holzschuher ätzt gegen Dietlind Tiemann
Lokales Brandenburg/Havel Holzschuher ätzt gegen Dietlind Tiemann
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:11 19.12.2016
Ralf Holzschuher hat keine Ambitionen mehr, Frank-Walter Steinmeier in den Bundestag zu folgen. Er sagt, er will die Stadt nicht im Stich lassen. Möglich wäre aber auch, dass er sich in der SPD gar nicht als Direktkandidat durchsetzen würde. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

„Dass Frau Tiemann keine Lust mehr auf ihren Job hat und die Stadt in dieser schwierigen Situation verlassen will, ist menschlich verständlich. Gut und richtig ist es nicht“, kommentierte der Landtagsabgeordnete und SPD-Chef Ralf Holzschuher die Nachricht, dass die Mehrheit der CDU-Basis die Oberbürgermeisterin zur CDU-Kandidatin für die Bundestagswahl 2017 nominiert hat.

Überraschend sei für ihn „mit welcher Deutlichkeit die CDU-Mitglieder die Zukunft der Oberbürgermeisterin in Berlin und nicht mehr in Brandenburg an der Havel sehen.“ Er, Holzschuher, habe in zunehmend feststellen müssen, „dass sie oft ideen- und kraftlos in der kommunalpolitischen Diskussion wirkt. Ihr fehlt eine Vision.“

Tatsächlich weiß auch Dietlind Tiemann, dass mancher ihrer Freunde und Gegner ihren geplanten Weggang nach Berlin als Fahnenflucht auslegen könnte. Schon nach Bekanntwerden ihres Planes, sich im Sommer 2017 der Wahl für den Bundestag zu stellen, hatte Holzschuher öffentlich gefragt: „Was sie nun den Bürgern unserer Stadt erklären muss, ist die Frage: Wie hält sie es mit dem Kreisfreiheitskampf? Einerseits verweigert sie sich seit langem jedem Dialog über Veränderungen, anderseits lässt sie die Stadt Brandenburg in dem aus ihrer Sicht wichtigsten Kampf im Stich.“

Diese Kritik hat Holzschuher erneuert: „Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Phase der Reform. Da kann man sich nicht einfach rausziehen und Wahlkampf machen! Das ist gar nicht im Sinne der Stadt.“ Nun waren auch Holzschuher wiederholt Ambitionen auf die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Bundestagsabgeordnetem nachgesagt worden. Dem erteilte Ralf Holzschuher im Gespräch mit der MAZ eine Absage: „Ich will nicht nach Berlin. Und ich werde der Stadt Brandenburg in dieser Phase nicht den Rücken kehren und darum kämpfen, das Beste für die Stadt herauszuholen. Ich mache mich nicht wie Frau Tiemann vom Acker.“

Nun weiß auch Holzschuher, dass Dietlind Tiemann längst nicht weg ist. Schließlich kam in Brandenburg noch nie einem Abgeordneten ohne SPD-Parteibuch in den Bundestag.

Aber nun bekomme Tiemann ein Glaubwürdigkeitsproblem, heißt es aus dem SPD-Lager. Man könne nicht mit einer Unterschriftensammlung versuchen, die Kreisgebietsreform zu verhindern und sich gleichzeitig weg bewerben. Schon Dienstagabend wird sich zeigen, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) reagiert, wenn er mit den Oberbürgermeistern über die Kreisgebietsreform spricht. Bisher hatte Tiemann, die noch im Vorjahr erklärt hatte, sie werde 2019 erneut als Oberbürgermeisterin kandidieren, sich an die Spitze der Reformgegner gestellt. Nun will sie für eine Region kandidieren, die von Jüterbog über Belzig, Brandenburg, Rathenow bis Premnitz reicht und in der die überschuldete Stadt eher als Klotz am Bein betrachtet wird.

Von Benno Rougk

Trauer im Brandenburger Ortsteil Gollwitz: Walter Heine, der ehemalige Schuldirektor in Gollwitz und langjährige Ortschronist, ist bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 83 Jahren gestorben. Die Nachricht wurde erst jetzt bekannt.

19.12.2016

Seit der Eröffnung der neuen Ausstellung in Brandenburg an der Havel werben Kunstwerke um die Aufmerksamkeit des Betrachters, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Linkerhand ziehen großformatige, geheimnisvolle Bilder die Aufmerksamkeit auf sich. Man könnte sich stundenlang versenken in die Kunstwerke, die Cornelius Perino geschaffen hat.

19.12.2016

Ein rätselhafter Fall, der in einer Katastrophe hätte enden können, beschäftigt die Polizei in Brandenburg an der Havel. Am Sonnabend bemerkten die Betreiber eines griechischen Restaurants einen Brand im Hinterhof – direkt unter einem Gastank. Danach sahen sie zwei Unbekannte flüchten.

19.12.2016