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Brandenburg/Havel Angelkarten deutlich teurer – so reagieren MAZ-Leser im Netz
Lokales Brandenburg/Havel Angelkarten deutlich teurer – so reagieren MAZ-Leser im Netz
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16:31 02.02.2018
Brandenburg ist immer noch ein Anglerland.
Brandenburg ist immer noch ein Anglerland. Quelle: Robert Roeske
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Brandenburg/H

Die Berichterstattung über die bis zu 145 Euro teuren Jahresangelkarten im Bereich der Mittleren Havel zwischen Brandenburg und der Landesgrenze Berlin hat auf der Facebook-Seite der MAZ ein großes Echo ausgelöst. Über die neue Preisstruktur, von der die nicht organisierten Angler betroffen sind, gibt es unterschiedliche Meinungen.

„Für Angler, die jede Woche unterwegs sind, ist der Preis gerechtfertigt“

So schreibt Daniel Stielow via Facebook: „Ist doch nicht teuer. Kauft mal in Bayern oder Baden-Württemberg eine Jahreskarte. Die wären froh über solche Preise. Für die Strecken, die man mit dieser Karte beangeln kann von Ketzin bis zur Elbe ist der Preis gerechtfertigt.“ Tino Grenz meint kurz und knapp zu dem Thema: „Sehr gut. Wurde ja auch Zeit.“ Auch Micha Ritta hat Verständnis für die Maßnahme der Fischereischutzgenossenschaft „Havel“(FSG): „Die Preisveränderung hört sich zugegeben extrem an. Ich finde den Schritt aber richtig und hoffe, dass die DAFV-Vereine davon profitieren und es vor allem wirklich zu steigenden Besatzmaßnahmen kommt.“

Martin Reinicke fragt sich dagegen, ob die Zeit des „lockeren Angelns“ vorüber ist. Er schreibt auf Facebook: „Für Angler, die jede Woche unterwegs sind, ist der Preis gerechtfertigt. Nur zum Schnuppern und Teilzeitangeln macht das keinen Sinn mehr.“ Karsten Meyer dagegen lehnt die Preiserhöhung strikt ab: „Das ist doch nicht mehr normal. Ein Hobby wird immer mehr zum Luxus. Der kleine Mann kann sich das nicht mehr leisten.“ Und Mirko Mushak ätzt via Facebook: „Ich verkaufe erst mein Angelzeug und dann kann ich die Karte bezahlen.“

Wochen- und Monatskarten für 25 und 40 Euro

Wie die MAZ berichtete, haben die FSG „Havel“ in Brandenburg, der Fischereischutzverein „Havel“ in Potsdam und die Berliner Fischersozietät Tiefwerder/Pichelsdorf 2018 ihre Angelkartenpolitik im Billigpreissegment aufgegeben. Wenig Angler können die teurer gewordenen Jahreskarten mit Tageskarten zu je zwölf Euro umgehen. Auch Wochen- und Monatskarten lassen sich für 25 beziehungsweise 40 Euro auf’s Handy laden. Dazu kommt einmal jährlich die Fischereiabgabe in Höhe von zwölf Euro. Auch diese soll es bald online zu kaufen geben. Die Jugend-Jahreskarte Havel-Seen-Elbe ist unverändert bei 17,50 Euro geblieben.

Von Frank Bürstenbinder