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Brandenburg/Havel Im Anzug auf der Matte
Lokales Brandenburg/Havel Im Anzug auf der Matte
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12:28 13.01.2015
Ben Sanches (9) und Felix Nist (10) zeigen, was sie gelernt haben. Quelle: I. Schidlowski
Pritzerbe

Noack weiß, wie wichtig die engagierte Arbeit von Menschen, wie Jörg Jentzsch ist. Der Trainer, der den 3.Dan trägt und seit 21Jahren zuverlässig die Schulsportgemeinschaft leitet, steht, wie jeden Freitag, pünktlich mit Judoanzug und schwarzem Gürtel in der Sporthalle.

Heute ist jedoch ein besonderer Tag. Das merken auch die nacheinander eintrudelnden Sportler, die sich im Nu in kleine Judokas verwandeln. Auf Anweisung des Trainers sind sie ordentlich angetreten. Günter Noack erklärt den jungen Sportsfreunden feierlich, dass die Betreibergesellschaft des Solarparks in Briest Vereine unterstützen möchte. Darum habe er einen Spenden-Scheck in Höhe von 250 Euro für die Pritzerber Trainingsgruppe der PSG Dynamo Brandenburg dabei.

Judokas geehrt

Den 3. DAN erhielt Jörg Jentsch vor wenigen Tagen für seine langjährige ehrenamtliche Trainertätigkeit in Pritzerbe. Jeden Freitag trifft er sich um 16 Uhr mit seinen Schützlingen in der Schulsporthalle.
In der PSG Dynamo gab es zum Jahreswechsel weitere Ehrungen: Dieter Seeger, Susanne Zuckschwerdt und Dagmar Syrisko erhielten die Ehrenplakette des Brandenburger Judoverbandes. Jenny Jachmann wurde der 2.DAN verliehen.
Zu den bekanntesten Sportlern der Abteilung Judo gehört Sandra Köppen-Zuckschwerdt, die den 6. DAN für ihre Leistungen als Leistungssportlerin und Trainerin erhielt.

Wofür das Geld verwendet wird, weiß Trainer Jentzsch noch nicht. Aber er könne sich vorstellen, neue Gürtel oder ähnliches davon zu kaufen. Noch halten nur weiße und weiß-gelbe Gürtel die Anzüge seiner Schützlinge zusammen. Der Weg bis zum schwarzen Gürtel, wie der des Trainers ist noch weit. Also stürzen sich sieben Jungs und ein Mädchen in die Erwärmung mit Lauftraining, Liegestütze, Klappmesser und Hockstrecksprünge.

Am Anfang steht die Rolle

Im Frühjahr 1974 wurde die Trainingsgruppe einst als Schulsportgemeinschaft gegründet. Angela Schröder, Siegfried Neumann und Wolfgang Zuckschwerdt waren die Trainer bevor Jörg Jentzsch diese Aufgabe übernahm. Der Kriminaloberkommissar lässt die schweren Matten auslegen und dann beginnen Fallschule, Bodenkampf, Techniktraining und Wurftechniken.

„Noch vor einigen Jahren waren die Vorwärts- oder Rückwärtsrolle und das Radschlagen kein Problem“, sagt der 44-Jährige, der mit seiner Frisur ein wenig an Rod Stewart erinnert. Immer öfter kommen Kinder zu ihm, mit denen er erst einmal eine Rolle üben müsse. Für Bürgermeister Noack ein Grund mehr, Trainer wie Jentzsch zu unterstützen und ihre Arbeit zu würdigen.

Vereinsarbeit eine Ehrensache

Aber warum opfert der gebürtige Freiberger mit dem sympathischen sächsischen Akzent jede Woche 90 Minuten seiner Freizeit für das Judotraining in Pritzerbe? Er könnte doch seinen wohlverdienten Feierabend genießen, wie viele andere auch. Eine Frage, die Jörg Jentzsch ein wenig erstaunt. Für ihn ist Vereinsarbeit eine Selbstverständlichkeit. „Ich bin so aufgewachsen“, gibt er zur Antwort und dass ihm Judo und die Arbeit mit den Kindern einfach Spaß mache.

Das kann man seinem Schmunzeln ansehen, wenn er die am Boden Kämpfenden beobachtet. Er lässt die Sportler probieren, greift mit pädagogischem Geschick an passender Stelle ein und findet immer den richtigen Ton, um den Teamgeist und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Von Ina Schidlowski

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