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Brandenburg/Havel Im Café Contact wird wieder getrommelt
Lokales Brandenburg/Havel Im Café Contact wird wieder getrommelt
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15:18 27.11.2019
Christian Kumlehn trommelt mit den Kindern des evangelischen Hortes. Quelle: privat
Brandenburg/H

Im Jugendhaus der evangelischen Kirche kann wieder getrommelt werden. „Die Kinder und Jugendlichen haben die Djemben sehr vermisst. Wir sind froh, dass es jetzt neue gibt“, sagt Raymund Menzel. Der diakonische Leiter des Café Contact spielt selbst Schlagzeug in einer Band und bietet Schulen in Brandenburg an der Havel für ihre Projekttage auch einen Trommelkurs an.

„Percussion-Instrumente sind einfach zu bedienen und man hat schnell den Erfolg. Trommeln ist Teamarbeit und entwickelt das Rhythmusgefühl“, sagt Menzel. Und wie bei Musik überhaupt fördert es das Koordinationsvermögen und die Leistungsfähigkeit des Gehirns, weil Hände, Arme, ganze Körperregionen unterschiedliche Bewegungen ausführen müssen.

Begeisterung für Trommeln durch Zufall

Die ersten Trommeln sind durch einen Zufall ins Café Contact gekommen. In dem Haus trafen sich regelmäßig die Trommlergruppen „Kasomai“ und „Beatverschiebung“, die auch öffentlich auftreten. Abends nach der Arbeit probten sie im Jugendhaus. Als Dankeschön für die Nutzung eines Raumes durften die Kinder tags die Trommeln nutzen und hatten eine Menge Spaß dabei. Einige Jahre ging das gut, dann aber wurden Beschwerden aus der Nachbarschaft massiver. Die Trommler mussten ausziehen und suchten sich einen anderen Probenraum, die Kinder waren traurig.

Spende für neue Instrumente

Irgendetwas hat gefehlt. Es war dann die Idee der Mitarbeiter, eine Spende für neue Trommeln bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse zu beantragen. Mit Erfolg. Die Instrumente konnten in diesem Jahr angeschafft werden und sind seitdem häufig in Benutzung – allerdings nicht mehr abends. „Die Kinder lassen ihre Handys aus und haben gemeinsam Spaß. Musik hilft beim Stressabbau und ist im Jugendhaus Teil des pädagogischen Konzepts“, sagt Ronald Priebe, Marktdirektor der MBS in Brandenburg an der Havel.

Im Rhythmus der hohen und tiefen Töne

Die Kinder aus dem evangelischen Hort am Dom trommelten jetzt das erste Mal im Café Contact. Christian Kumlehn zeigte ihnen, wie es geht. Die Djemben werden mit der Hand geschlagen. Ein Schlag am Rand gibt einen hohen Ton, ein Schlag in die Mitte einen tiefen. „Hohe und tiefe Töne wechseln sich ab, das Tempo bleibt immer gleich“, erläutert der Sozialpädagoge, der ebenfalls Hobbyschlagzeuger ist. Die Kinder haben Spaß und werden immer besser.

Trommeln für „Fridays for Future

Djemben sind die ältesten Musikinstrumente des afrikanischen Kontinents. Die traditionellen Instrumente haben einen Naturkorpus aus Holz. Bespannt sind sie mit einem dünnen, geschorenen Ziegenfell. Die neuen Djemben haben einen Klangkörper aus einem Pflanzenfaser-Kunstharz-Verbundstoff und ein Plastikfell.

Sie sind viel robuster und das Fell muss bei Luftfeuchtigkeits-Schwankungen nicht nachgespannt werden. Es macht ihnen nichts aus, wenn sie draußen genutzt werden. Das geschieht mit den Instrumenten vom Café Contact zwar selten, aber zu den „Fridays for Future“-Demos waren sie im Einsatz und sorgten für ordentlich Rabatz.

Von MAZ

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