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Brandenburg/Havel Im Kirchenkreis beginnt das Rechnen
Lokales Brandenburg/Havel Im Kirchenkreis beginnt das Rechnen
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14:42 21.02.2018
Thomas Götze (l.) und Superintendent Thomas Wisch bei der Frühjahrssynode des Kirchenkreises im Lehniner Altenhilfezentrum. Quelle: Bür
Lehnin

„Wir werden weniger, und wir müssen etwas tun.“ Mit diesen Worten hat Superintendent Thomas Wisch die Tagesordnung bei der Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg (EKMB) begründet. Die Kirchengemeinden zwischen Pritzerbe und Rädigke verlieren jedes Jahr rund zwei Prozent ihrer Gläubigen. Zur Gründung des Kirchenkreises gab es noch etwa 32 000 Gemeindeglieder. Aktuell sind es knapp 27 000 – Tendenz weiter sinkend.

Damit Kirche in der Fläche erlebbar bleibe, müssten für die Zukunft verlässliche Strukturen geschaffen werden, so der Superintendent bei dem Treffen mit rund 60 Vertretern aus allen Gemeinden in Lehnin. Dem Kirchenkreis geht es insbesondere um die gerechte Verteilung der hauptamtlichen Stellen. Davon gibt es rund 63. Diese sind zu einem großen Teil auf die vor zwei Jahren gebildeten Regionen innerhalb des Kirchenkreises aufgeteilt: Stadt Brandenburg und Umgebung, Lehnin, Beelitz und Bad Belzig.

Debatten um die innere Organisation gibt es seit der Gründung des Kirchenkreises. Doch jetzt hat die 2014 eingesetzte Strukturkommission unter Leitung des Brandenburgers Thomas Götze neue Vorschläge gemacht, um den Herausforderungen in den vier Regionen besser gerecht zu werden. Ausschlaggebend für die Stellenausstattung soll nicht allein die Zahl der Gemeindeglieder in einer Region sein. Diese hat zwar mit einer Gewichtung von 75 Prozent Priorität, doch auch der Aufwand für Kirchen (20 Prozent) und Friedhöfe (5 Prozent) sollen in den Personalschlüssel einfließen.

Dazu kommt, dass sich die Gemeinden mit Kitas personelle Entlastungen wünschen. Auch Wünsche nach Entlastungen bei Baumaßnahmen werden lauter. Andere Kirchenkreise leisten sich einen Baupfleger. Ob es eine solche Stelle einmal in Mittelmark-Brandenburg geben wird, ist noch unklar. Erst auf seiner Herbstsynode will das Gremium den neuen Verteilschlüssel für hauptamtliche Stellen in eine Beschlussform bringen. Bis dahin soll Zeit für weitere Diskussionen und Vorschläge in den Gemeinden, Pfarrbereichen und Regionen bleiben.

Sollte die Basis der Empfehlung der AG Struktur folgen, könnte es innerhalb der Regionen zu Stellenverschiebungen kommen. So hat Brandenburg und Umgebung zwar die meisten Gemeindeglieder (7655), doch dafür besitzt die Region Bad Belzig mit 60 Gotteshäusern die meisten Kirchen und die meisten Friedhöfe (39). Demgegenüber stehen fünf kirchliche Kitas in Brandenburg, in Beelitz sind es drei und in Lehnin eine Kita. Ohnehin ist der Spielraum bei hauptamtlichen Stellen begrenzt. Von den 63 Posten sind acht zentral und sieben fremdfinanziert besetzt. Unterm Strich geht es um die Neugewichtung von gut 44 Stellen, wovon es sich bei der Mehrzahl um Pfarrstellen handelt.

Trotz der auf vier Millionen Euro gestiegenen Kirchensteuereinnahmen mahnte die AG Struktur Zurückhaltung bei der Schaffung neuer Stellen an. Vorsitzender Götze rechnet in den nächsten Jahren durch die demografische Entwicklung mit deutlich weniger steuerkräftigen Mitgliedern.

Von Frank Bürstenbinder

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