Immobilien in Brandenburg an der Havel: Preissteigerung beim Hauskauf fällt moderat aus
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Brandenburg/Havel Immobilien: Mit welchen Preisen Hauskäufer in Brandenburg an der Havel rechnen müssen
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Immobilien in Brandenburg an der Havel: Preissteigerung beim Hauskauf fällt moderat aus

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12:23 25.08.2021
Nach wie vor wird in Brandenburg an der Havel viel gebaut. Eine Immobilienpreisanalyse zeigt, wieviel Ein- und Zweifamilienhäuser kosten.
Nach wie vor wird in Brandenburg an der Havel viel gebaut. Eine Immobilienpreisanalyse zeigt, wieviel Ein- und Zweifamilienhäuser kosten. Quelle: Armin Weigel/dpa
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Die Stadt Brandenburg an der Havel liegt bei den Immobilienpreisen für Ein- und Zweifamilienhäuser landesweit im Mittelfeld. Das geht aus einer Veröffentlichung des Unternehmens „von Poll immobilen GmbH“ hervor. Dessen Kaufpreisanalyse läuft unter der Überschrift: „Wohnen außerhalb der Metropolen: Wo es sich im Berliner Umland noch lohnt“.

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Brandenburg an der Havel liegt in diesem Immobiliensegment demnach unter der 300.000-Euro-Grenze. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 275.000 Euro rangiert die Stadt im Jahr 2020 auf Platz 11 von 19 kreisfreien Städten und Landkreisen im Land Brandenburg an der Havel.

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Die Datengrundlage der Kaufpreisanalyse beruht dem Unternehmen zufolge auf den Angebotspreisen von Empirica Regio. 

Am teuersten im Land Brandenburg ist – wenig überraschend – die Landeshauptstadt Potsdam mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 699.000 Euro, der im vergangenen Jahr hinzublättern war. Vermutlich ist es dem Preisniveau in Orten wie Kleinmachnow, Stahnsdorf und Werder/Havel zu verdanken, dass auch der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit durchschnittlich 449.000 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäusern preislich deutlich vor Brandenburg an der Havel liegt.

Die Immobilienpreisanalyse der Unternehmens von Poll Immobilien zeigt, wieviel Ein- und Zweifamilienhäuser in den Regionen Brandenburgs kosten. Quelle: von Poll Immobilien GmbH

Eigenheime um 6,2 Prozent teurer

Der erwähnte Durchschnittskaufpreis von 275.000 Euro in Brandenburg an der Havel ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 um 6,2 Prozent gestiegen. Diese Preissteigerung fällt im landesweiten Vergleich relativ gering aus.

Die kreisfreien Städte Cottbus und Frankfurt an der Oder haben gegenüber der Havelstadt preislich aufgeholt. Cottbus verzeichnet eine Steigerung von 14 Prozent auf 269.000 Euro, Frankfurt an der Oder ist um gut 20 Prozent teurer geworden. Dort sind Ein- und Zweifamilienhäuser inzwischen für durchschnittlich knapp 235.000 Euro zu haben.

Cornelia Roloff, Geschäftsstellenleiterin bei von Poll Immobilien in Brandenburg an der Havel, spricht bezogen auf die Stadt von einer positiven Entwicklung innerhalb der vergangenen 20 Jahre und einem erhöhten Kaufinteresse bei Eigentümern und Kapitalanlegern.

Steigerung seit 2010

Die Immobilienexpertin stellt als positiv heraus, dass außer dem Erholungsfaktor auch eine gute Infrastruktur durch die Anbindung an die Autobahn A2 und den Regionalbahnverkehr für Brandenburg an der Havel sprächen.

In einem Zeitraum von zehn Jahren sind die Kaufpreise in der Stadt deutlich gestiegen, aber nicht so stark wie etwa in Potsdam, Potsdam-Mittelmark, dem Havelland und Teltow-Fläming mit Steigerungsraten zwischen etwa 108 und 130 Prozent.

In Brandenburg an der Havel haben Ein- und Zweifamilienhäuser den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um 84,6 Prozent mehr gekostet als im Jahr 2010.

Deutschlandweite Preissteigerung

Deutschlandweit scheint der starke Preisanstieg bei Eigenheimen dagegen vorerst gebrochen. Das jedenfalls schreibt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und beruft sich dabei auf eine Studie des Hamburger Forschungsinstituts F+B.

Ein- und Zweifamilienhäusern sind demnach vom ersten zum zweiten Quartal 2021 um 0,4 Prozent teurer geworden. Im gleichen Quartal vor einem Jahr stiegen die Preise um 3,6 Prozent. Im Zehnjahresvergleich sieht F+B deutschlandweit eine Verteuerung um 63,4 Prozent.

Von Jürgen Lauterbach