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Brandenburg/Havel In Wollin summt es auf den Zeugnissen
Lokales Brandenburg/Havel In Wollin summt es auf den Zeugnissen
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15:20 02.02.2018
Sophie Schönfeld-Köppen mit ihren Erstklässlern, die stolz auf ihre Bienchen-Zeugnisse sein können.
Sophie Schönfeld-Köppen mit ihren Erstklässlern, die stolz auf ihre Bienchen-Zeugnisse sein können. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Wollin

„Schnee!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Das ist es, was sich die Erstklässler der Kleinen Grundschule Wollin für die ersten Winterferien in ihrem Leben wünschen. Doch ob es mit weißen Landschaften und Schlittenpartien zwischen Wenzlow, Wollin und Gräben klappt, ist im Moment jedenfalls fraglich. Verdient hätten sich die Mädchen und Jungen ihr Traumwetter. Denn die Zeugnisse, die Klassenlehrerin Sophie Schönfeld-Köppen vor dem Start in die einwöchige Schulpause austeilte, können sich sehen lassen.

Bienchen als Belohnung

„Würde es Zensuren geben, kämt ihr alle zusammen auf einen Notendurchschnitt von 1,6. Ich bin stolz auf das, was wir zusammen im ersten Schulhalbjahr geschafft haben“, lobte die Pädagogin ihre Schützlinge. Stolz nahmen die Kinder ihre ersten Zeugnisse entgegen. Zwar hat der Gesetzgeber Zensuren für die Erst- und Zweitklässler abgeschafft, doch dafür gibt es jede Menge Bienchen auf’s Papier. Zum Beispiel für den tollen Rechner Mika Till Herrmann aus Gräben, der in fünf von sechs Fächern alle drei Insekten einheimste. Auch bei Eva Bensch aus Rottstock, Melina Sabrina Besser aus Wollin und Jonas Lahn aus Friesdorf summt es nur so auf dem allerersten Halbjahreszeugnis.

Eddy Blumer aus Wollin bekommt sein Zeugnis. Quelle: Frank Bürstenbinder

Für jeden Schüler fand Klassenlehrerin Schönfeld-Köppen in verbalen Einschätzungen die passenden Worte voller Lob und Ansporn. Zum Beispiel kennt Eddy Blumer aus Wollin schon die Zahlen bis 100 und kann Texte aus der Zweiten Klasse lesen. Eine Urkunde für besonderen Fleiß bekam auch die Wollinerin Lisa Hartmann. Wo sich nur ein Bienchen in Mathe, Musik oder Sachunterricht verirrte, wurde aufgemuntert statt ermahnt. „Schule soll auch Spaß machen“, findet die Grundschullehrerin, die allen Mädchen und Jungen zum Abschluss eine gerahmte Porträtaufnahme von der jüngsten Schulweihnachtsfeier überreichte.

Wollin hat viel Geld investiert

Mit einem lauten „Tschüüß“ verabschiedeten sich die Sechs- und Siebenjährigen in die einwöchigen Winterferien. Einige werden die freie Zeit bei Oma und Opa verbringen, andere fahren mit den Eltern in den Urlaub oder besuchen die Ferienfreizeit im Hort. Drei Hortgruppen gibt es derzeit für die 80 Kinder, die in Wollin bis auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Mit dem Status einer Kleinen Grundschule haben sich Schüler, Eltern und Lehrer längst arrangiert. Auch in Wollin macht sich die steigende Kinderzahl bemerkbar. Die Kita „Spatzennest“ platzt bekanntlich aus allen Nähten. Für eine Erweiterung hofft die Gemeinde immer noch auf Fördermittel.

Sie gehören zu den Klassenbesten: Eva Bensch, Melina Besser, Janos Lahn und Mika Herrmann. Quelle: Frank Bürstenbinder

„Für das kommende Schuljahr gibt es 16 Anmeldungen“, freut sich Schulleiter Axel Mäske. Es gab Zeiten, wo die Erste Klassenstufe mit acht ABC-Schützen auskommen musste. Deshalb der Einstieg in den jahrgangsübergreifenden Unterricht. Inzwischen gilt der Schulstandort unter Trägerschaft der Kommune als gesichert. Viel Geld hat Wollin in den vergangenen Jahren in Umbauten, Sanierungen und Brandschutzmaßnahmen investiert. Jetzt hat sich die Bildungsstätte beim Land um die Aufnahme in das Konzept „Schulen für gemeinsames Lernen“ beworben, um Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf besser betreuen zu können.

Von Frank Bürstenbinder

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