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Brandenburg/Havel In der Wirtschaftskraft um 56 Plätze verbessert
Lokales Brandenburg/Havel In der Wirtschaftskraft um 56 Plätze verbessert
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12:15 08.01.2018
Die Einkommen der Arbeitnehmer in Brandenburg an der Havel sind relativ gering.
Die Einkommen der Arbeitnehmer in Brandenburg an der Havel sind relativ gering. Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Im aktuellen Landkreistest der Zeitschrift Focus Money hat die Stadt Brandenburg/Havel verglichen mit den Vorjahren erheblich Boden gut gemacht. Im Vergleich der Wirtschaftskraft von 381 Landkreisen und kreisfreien Städte in Deutschland kletterte die Stadt um 56 Plätze nach oben auf Rang 292, also von ganz weit hinten ins schlechte Mittelfeld. Ihre Investitionen brachten Brandenburg/Havel nach vorn.

In ihrem Landkreistest traut sich Focus Money eine vergleichende Einschätzung der Wirtschaftskraft der Regionen zu. Herangezogen, gewichtet und bewertet werden dafür Daten der Statistischen Landesämter und der Bundesagentur für Arbeit aus den Jahren 2016 und früher.

Die Bewertungskriterien der Zeitschrift sind die Entwicklung von Arbeitslosenquote, privatem Einkommen, Bruttoinlandsprodukt, Erwerbstätigkeit, Bruttowertschöpfung, Investitionen und Bevölkerungszahl.

Brandenburg/Havel hat sich der Focus-Money-Auswertung zufolge aus der Schlussgruppe heraus bewegt und liegt mit Platz 292 gar nicht mehr so sehr weit entfernt von der Landeshauptstadt Potsdam auf Rang 214, die sich allerdings ebenfalls vorgearbeitet hat. Landesweit betrachtet liegt die Havelstadt im Mittelfeld, immerhin mehrere Plätze vor Ostprignitz-Ruppin (Rang 296), Oberspreewald-Lausitz (310), Havelland (315), Spree-Neiße (319), Märkisch-Oderland (326), Cottbus (332), Elbe-Elster (365), Frankfurt/Oder (371) und der Prignitz (374). Unerreichbar weit vorn liegen die Landkreise Teltow-Fläming (Rang 45) und Potsdam-Mittelmark (105).

Punkte gut macht Brandenburg/Havel vor allem bei einem Bewertungskriterium, nämlich den „Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe“. Dort erreicht die Stadt in etwa Werte wie die süddeutsche Spitzengruppe des Gesamtrankings, also Böblingen, Ingolstadt und Ebersberg. Dagegen drückt vor allem der Punkt „verfügbares Einkommen privater Haushalte je Einwohner“ auf das Gesamtergebnis der Stadt. Die Brandenburger haben also im schnitt zu wenig Geld im Portemonnaie, jedenfalls deutlich weniger als die Bürger der meisten anderen Städte und Landkreise in Deutschland.

Als Sieger im Gesamtranking steht der Landkreis Böblingen da, das Schlusslicht bildet der Altmarkkreis Salzwedel. Brandenburg/Havel machte keineswegs den größten Sprung nach vorn, das gelang im Land Brandenburg den Uckermärkern, die um 132 Plätze auf Rang 235 kletterten.

Von Jürgen Lauterbach