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Brandenburg/Havel Infos zu Cyber-Bedrohungen und Datenschutz beim Linux-Präsentationstag
Lokales Brandenburg/Havel Infos zu Cyber-Bedrohungen und Datenschutz beim Linux-Präsentationstag
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13:12 14.05.2019
Ingo Schäfer (links) und Stefan Krüger sind Mitglieder der Brandenburger Linux User Group (Bralug) und schätzen das Betriebssystem mit seinem Maskottchen, dem Pinguin Tux. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Mit dem Plüsch-Pinguin Tux und einem Linux-Notebook sitzen Stefan Krüger und Ingo Schäfer am Pfaffe-Kai. Die Vereinsmitglieder der Brandenburger Linux User Group (Bralug) sorgen sich um den Schutz persönlicher Daten und die Privatsphäre im Internet.

Sie raten PC- und Smartphone-Nutzern, die Installation von Programmen genauer zu überdenken und zu prüfen, welche Zugriffsberechtigungen Apps anfordern. „Passt auf eure Daten auf. Muss ein einfaches Solitär-Spiel auf euren Standort zugreifen?“, sagt Ingo Schäfer.

Kritik an Bedrohung der Daten

Beim Linux-Präsentationstag spricht er am 18. Mai in der Volkshochschule über Gefahren, die beim Cloud-Computing entstehen können. Dabei laden Nutzer ihre Daten auf den entfernten Server eines Anbieters, können meist Dienste wie Datenbanken, Software und Analysefunktionen nutzen und müssen die Anwendungen nicht auf dem eigenen PC installieren. Die Angebote sind anschließend über ein Netzwerk, andere Computer und Smartphones abrufbar.

„Dabei werden die Daten an der Stelle gespeichert, wo der Anbieter das möchte. Das ist für den Nutzer überhaupt nicht transparent, weil die Daten mal in Indien, China und den USA liegen“, sagt der 41-Jährige der MAZ. Er will zeigen, wie eine Cloud im heimischen Netzwerk und Internet aufgebaut wird, um „als Anwender unabhängiger zu sein.“ Cloud-Befürworter loben die Online-Datensicherung mit Entlastung der Speichermedien, Kritiker bemängeln hingegen Risiken für die Sicherheit der Daten.

Verschlüsselung empfohlen

Die Bralug-Mitglieder betonen, dass sich Nutzer vor dem Eingeben persönlicher Daten darüber informieren sollten, was der Anbieter damit tun möchte und welche Einstellungen es gibt, um das Teilen der Daten einzuschränken. Datenschutz-Skandale der letzten Zeit würden ihm zeigen, dass selbst auf „privat“ gestellte Daten den Weg aus dem geschützten Bereich des sozialen Netzwerkes herausfinden.

„Besser ist es, dort nur Daten zu teilen, die man auch persönlich öffentlich preisgeben würde“, sagt Stefan Krüger. Öffentliche WLAN-Netzwerke begrüßen die Bralug-Mitglieder, empfehlen aber, sensible Daten grundsätzlich zu verschlüsseln.

Infos beim Linux-Präsentationstag

Der Linux-Präsentationstag findet Samstag, den 18. Mai statt. Gäste können von 11 bis 16 Uhr in der Brandenburger Volkshochschule dabei sein. Besucher erleben mehrere Linux-Varianten mit verschiedenen Benutzeroberflächen, können an zwölf Computerarbeitsplätzen neue Eindrücke sammeln und Fragen zu Computerthemen stellen.

Ab 12.30 Uhr referieren Uwe Berger und Sebastian Feustel zum Thema „Einplatinenrechner.“ Zwei Stunden später bespricht Ingo Schäfer „Die Cloud zu Haus- statt alles nur geklout“ und hinterfragt, wo persönliche Daten gespeichert werden könnten. Nutzer sollen dann erfahren, wie sie sich eine private Cloud einrichten und Daten sichern.

Nutzer können Fragen stellen

Ingo Schäfer nutzt das Betriebssystem Linux seit 1998 und konnte so nach eigener Aussage „der Ohnmacht gegenüber dem allmächtigen Monopolisten im Bereich der Betriebssysteme“ entfliehen. Die Linux-Liebhaber argumentieren, dass dort die Nutzer entscheiden, welche Funktionen die Software haben soll, keine „versteckte Datensammelei“ stattfinde und die Gefahr von Viren geringer sei.

Aktuell hat der Verein Bralug um die 20 Mitglieder. Schäfer und Krüger wollen Brandenburgern, die sich noch nie mit Linux beschäftigt haben informieren und bei technischen Problemen helfen. „Jeder Gast kann seine Frage stellen, ob zur Verschlüsselung von Daten, der Sicherheit im Netz und anderen Themen“, sagt Schäfer der MAZ.

Von André Großmann

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