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Brandenburg/Havel Jobcenter Brandenburg will Familie mehr zahlen
Lokales Brandenburg/Havel Jobcenter Brandenburg will Familie mehr zahlen
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08:27 02.09.2013
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Es geht im Wesentlichen darum, warum die kürzlich von der Stadt Brandenburg in die Stadt Havelsee und damit in den Landkreis gezogene Familie die Miete in Höhe von 725 Euro nicht übernimmt, obwohl drei behinderte Kinder mit einer Pflegestufe in dem Haushalt leben. Bernd Schade weist darauf hin, dass die Familie den neuen Mietvertrag unterschrieben habe, ohne die Zusicherung des bisher zuständigen Jobcenters Brandenburg einzuholen. Daher könne die Maia nur maximal die nach den Regelungen des Landkreises „angemessenen Kosten der Unterkunft“ übernehmen, das wären nur rund 540 Euro.

Nicht bekannt sei der Behörde gewesen, dass drei der vier Kinder behindert und vor allem dass zwei der Kinder auf den Rollstuhl angewiesen sind. Daher habe das Jobcenter nicht die maximal angemessenen Kosten der Unterkunft berücksichtigt. Diese liegen laut Schade für Familie Döring bei 686 Euro für Kaltmiete und Betriebskosten.

Was die Heizkosten angeht, dürfe der Landkreis keine pauschalierte Vorabzahlungen mehr leisten. Schade: „Es gilt aber natürlich weiterhin, dass der leistungsberechtigte Anspruch auf die Erstattung der tatsächlichen Heizkosten hat, so weit diese angemessen sind. Das gilt auch für Familie Döring.“ Bisher fehlten Nachweise über die Höhe der tatsächlich entstehenden Heizkosten.

Der Maia-Chef bietet der Familie Döring an, eine Leistungsberatung in Anspruch zu nehmen, um alle offenen Fragen in Ruhe zu klären und eine unnötige Verzögerung durch einen Schriftwechsel zu vermeiden. Sonst werde die Behörde einen Änderungsbescheid erlassen, der den bisher nicht berücksichtigten zusätzlichen Wohnbedarf berücksichtigt.

Der Maia-Leiter bestätigt die Erfahrung der Familie Döring und auch der MAZ, dass das Service-Center der Maia schwer erreichbar ist, er sagt allerdings „vereinzelt, auf Grund von krankheitsbedingten Ausfällen“.

Von Jürgen Lauterbach

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