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Brandenburg/Havel Jugendliche drehen in Brandenburg Videoclips für Europa
Lokales Brandenburg/Havel Jugendliche drehen in Brandenburg Videoclips für Europa
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06:55 07.05.2019
Sophie Peters (links) und Penelope Jakob testen eine Spiegelreflexkamera, um ein Video für das Projekt „Clips für Europa“ zu drehen. Quelle: André Großmann
Gollwitz

Die Spiegelreflexkamera läuft, gebannt schauen Sophie Peters und Penelope Jakob auf das Display und feilen an den Videoeinstellungen. Die Schülerinnen produzieren bei einer internationalen Jugendbegegnung in der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz Kurzfilme, die Visionen, Werte und Ideen zu Europa widerspiegeln. 47 Jugendliche aus Brandenburg an der Havel, Kaiserslautern, der dänischen Partnerstadt Ballerup, dem russischen Magnitogorsk und dem israelischen Ra’anana arbeiten an ihren „Clips für Europa.“

Jugendliche produzieren im Schloss Gollwitz Kurzfilme zum Leben in Europa. Sie beschäftigen sich mit Werten, Regeln für das Zusammenleben und gestalten neue Planeten.

Videobearbeitung und Schauspiel für Jugendliche

Toleranz, Respekt, Umweltverschmutzung und Integration gehören zu den gefragtesten Filmthemen der Jugendlichen. Sie lernen Kameraperspektiven und Einstellungen kennen, erfahren, wie Videos geschnitten werden, ein Storyboard reift und schauspielern in einem Workshop. Christina Kapustina hat Spaß bei der Darstellung. „So kann ich mein Englisch verbessern und erfahre, wie Filme entstehen“, sagt die russische Schülerin der MAZ.

Im Jahr 2017 produzierten Jugendliche aus vier Ländern in der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz erstmals Video-Clips zu europäischen Werten. Bis Mittwoch filmen die Jugendlichen, Donnerstagabend sollen die Clips spätestens geschnitten werden. Laut Teamleiter Dave Dettbarn sollen die Videos idealerweise zwei Minuten lang sein. „Dabei ist es eine Herausforderung, die Informationen komprimiert in den Clip zu packen, dass jeder die Nachricht dahinter versteht“, sagt der Referent.

Er ist gespannt auf neue Ideen und überzeugt, dass die Aufnahmen den Zuschauern sowohl nachdenkliche als auch zuversichtliche Momente liefern. Teamleiter Kevin Scheidemann blickt mit neun Jugendlichen auf einen TV und erklärt, wie diese ihre Dateien in die richtige Reihenfolge bringen, Effekte einfügen und Übergänge gestalten. „Die Kür sind dann die Bearbeitung des Tons und das Einfügen von Intro und Outro“, sagt der Referent weiter.

Ideen für neue Planeten

Abeits der Videoclips denken Schüler wie Ole Burgemann auch über das Zusammenleben von Menschen auf neuen Planeten nach. „Das soll die Sache etwas abstrakter und kreativ machen. Die Jugendlichen entwickeln dabei Normen für den gesellschaftlichen Alltag“, sagt Projektkoordinatorin Juliana Barg.

Der 15-Jährige Burgemann nennt seinen Planeten „Crocodile.“ Dort soll es eine einheitliche Sprache und Währung sowie vielfältige, erneuerbare Ressourcen geben. Ein einheitlicher Naturkreislauf sorgt in den Plänen des Schülers dafür, dass wenig Müll entsteht. „Auch die Gleichheit von Mann und Frau, Respekt und Toleranz sind auf diesem Planeten wichtig“, sagt Burgemann weiter. Bei schweren Straftaten werden Bewohner wieder zurück zur Erde geschickt und müssen dort Aufbauarbeit leisten.

Videos werden festlich präsentiert

Die Schülerinnen Sophie Peters und Penelope Jakob wissen mittlerweile, wie sie die Kamera optimal fokussieren, den Lichteinfall berücksichtigen und welche technischen Perspektiven sie einstellen können. „Ich bin guter Dinge, das wird cool“, sagen die Jugendlichen der MAZ. Die Videoclips werden erstmals Freitag, den 10. Mai bei einer Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz präsentiert. Am Event in der Festscheune „Havelradstätte“ nehmen auch Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller und sein dänischer Amtskollege Jesper Würtzen teil. Einen Tag später können dann weitere Gäste die Kurzfilme von 15 bis 18 Uhr beim öffentlichen Schlossfest erleben.

Von André Großmann

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