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Brandenburg/Havel Jugendliche hoffen auf neue BMX-Rampe in Göttin
Lokales Brandenburg/Havel Jugendliche hoffen auf neue BMX-Rampe in Göttin
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13:22 02.05.2019
Pascal Hinkel, Paul Harald Neuling und Finn Unterspann (von links) fahren gern mit dem BMX-Rad und hoffen auf eine Rampe für den Spielplatz an der Buswendeschleife. Quelle: André Großmann
Göttin

Mitten auf einem entlegenen Feldweg bauen sich der 13-Jährige Finn Unterspann und seine Freunde zwischen Göttin und Schmerzke eine Starterrampe aus Paletten. Rostige Nägel ragen aus der wackeligen Konstruktion hervor, die nächsten Wohnungen und Gartenlauben sind hunderte Meter entfernt. Die Jugendlichen wollen ihren Sport erleben, wissen aber, dass ihr Bau nicht stabil ist.

Teenager bauen sich eine Holzrampe auf entlegenem Feldweg und hoffen auf Alternativen auf dem Göttiner Spielplatz.

„Die Rampe könnte jeden Moment zusammenbrechen und man kann wegrutschen“, sagt Unterspanns Mitstreiter Pascal Hinkel. Der 15-Jährige erzählt, wie ihr Bau regelmäßig durch Unbekannte zerstört wird. „Oder man wird von Leuten verscheucht, denen es nicht gefällt, wenn man mal etwas lauter Musik hört“, sagt Hinkel.

Revierpolizist sorgt sich um Teenager

Revierpolizist Frank Schmeller hofft, dass sich kein Teenager auf dem menschenleeren Weg verletzt. „Da draußen findet sie keiner, wenn etwas passiert. Es gibt nur einen Zuweg und schnelle Hilfe ist nicht immer möglich“, sagt der 55-Jährige. Er und Göttins Ortsvorsteher Bernd Voigt (parteilos) wünschen sich, dass die Jugendlichen eine Rampe auf dem Spielplatz an der Buswendeschleife nahe der Reckahner Straße 1 erhalten. „Sie sollen einen Platz für sich haben“, sagt Schmeller der MAZ.

Ortsvorsteher hofft auf Angebote

Göttins Ortsvorsteher Bernd Voigt (parteilos) betont, dass die Teenager Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) am 20. Februar 2019 eine Unterschriftensammlung mit ihrem Wunsch überreichten. Damals besuchte Scheller zur Veranstaltungsreihe „Oberbürgermeister vor Ort“ die Begegnungsstätte des Ortes. „Es geht ja nicht nur um die Jugendlichen aus Göttin, auch auf der Eigenen Scholle gibt es für junge Menschen kaum Angebote“, sagt Voigt weiter. Er erinnert sich, dass die Verwaltung „den Fall prüfen“ wollte und ist gespannt, ob etwas passiert.

Revierpolizist Frank Schmeller betont, dass sich die nächste Rampe für Skater und BMX-Fahrer im Stadtteil Hohenstücken befindet. Dabei seien die BMX-Räder der Jugendlichen häufig nicht für den Straßenverkehr zugelassen, außerdem müssten die Teenager fast eine Stunde Anfahrtsweg in Kauf nehmen. In Göttin wäre das anders. „Platz wäre bedingt da“, sagt Schmeller und blickt auf den Spielplatz.

Jugendliche warten weiter

Finn Unterspann ist sicher, dass weitere Jugendliche mit dem BMX-Rad fahren, wenn eine fest installierte Rampe verfügbar ist. Nach seiner Einschätzung fahren aktuell 15 Heranwachsende aktiv mit dem Rad. Wenn keine neue Rampe auf dem Spielplatz entsteht, will er weiter mit seinen Freunden um die Bushaltestelle kurven und Tricks am Waldweg ausprobieren.

Bernd Voigt plant, sich beim nächsten Treffen der Ortsbeiräte am 8. Mai für den Bau der Sprungelemente auf dem Spielplatz einzusetzen. „Die Rampe hat oberste Priorität“, sagt er. Die Brandenburger Stadtverwaltung hat sich bislang noch nicht zum Fall geäußert, eine MAZ-Anfrage blieb unbeantwortet.

Von André Großmann

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