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Brandenburg/Havel Geheimrezept für gute Fänge
Lokales Brandenburg/Havel Geheimrezept für gute Fänge
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18:44 28.04.2014
Fachhändler Frank Pietzarka weiht den Radeweger Anglernachwuchs und Jugendwart Melanie Unger in die Geheimnisse des Anfütterns ein.
Fachhändler Frank Pietzarka weiht den Radeweger Anglernachwuchs und Jugendwart Melanie Unger in die Geheimnisse des Anfütterns ein. Quelle: J. Steiner
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Radewege

Der Mann muss es wissen. Sein erstes Wettkampfangeln erlebte der Brandenburger 1974. Damals war es selbstverständlich, dass Angler ihren Teig zum Anfüttern selbst herstellten. Es war nicht immer einfach alle Zutaten zu bekommen. Erfindungsreichtum war gefragt.

„Ihr habt es heute schöner, geht durch die Regale und nehmt euch, was ihr braucht“, erklärte Pietzarka dem Nachwuchs beim Besuch in seinem Angelfachgeschäft Fishing Pro. Dort liegt es in unzähligen Varianten: Fertigfutter ist das Anfüttermittel der Wahl, wenn es um den schnellen Einsatz am Wasser geht. Doch gibt es bis heute Sportfischer, die wert auf ihre persönliche Rezeptur legen. Wer da mitmischen will, sollte sich auskennen in der Welt der Panier- und Brotmehle, muss den Unterschied zwischen Zwieback und Biskuit kennen. Die Kunst des Futtermachens berücksichtigt das Gewässer. Sitzt der Hegeangler am Fluss oder im stehenden Gewässer an? Futterbälle sollen dort zerfallen, wo sich Blei, Plötze und Güster gerade aufhalten. Nicht zu früh, in anderen Fällen nicht zu spät. Etwas gemahlener Hanf und Melasse machen den feinen Unterschied aus. Doch warum überhaupt anfüttern, wollten die Jungs aus Radewege wissen.

„Futterbälle sind nicht nur dafür da, um Fische anzulocken. Sie sind unser Transporter für Maden, Wurmstücke und Caster, wie bereits verpuppte Maden genannt werden“, so Pietzarka. Der belässt es nicht bei der Theorie. Die jungen Gäste von den Radeweger Angelfreunden durften sich beim Fachhändler klebrige Hände holen und ihr Futter selbst mischen. Immer mit dabei Melanie Unger (36). Die Brielowerin ist mit der jüngsten Vorstandswahl zum Jugendwart berufen worden. Zusammen mit Christian Möhring aus Bollmannsruh liegt ihr der Anglernachwuchs in Radewege am Herzen. Fischkunde am Wasser und der artgerechte Umgang mit den Fängen gehört zum Einmaleins des Hegeangelns, bei dem ausschließlich Weißfischen nachgestellt wird. „Wir treffen uns einmal im Monat, um den Kindern Theorie und Praxis des Angelns beizubringen. In den Sommerferien führen wir ein Zeltlager durch und bei der Kreishegemeisterschaft im August in Deetz ist Radewege wieder mit einer Mannschaft dabei“, berichtet Melanie Unger, die seit 2011 Mitglied bei den Angelfreunden ist.

Derzeit verzeichnet die Vereinsspitze einen Ansturm junger Leute. Die eigene Nachwuchstruppe ist auf 13 Jungen im Alter zwischen zehn und 15 Jahren angewachsen – darunter Aaron Schubert, der sich als mehrfacher Kreismeister seiner Altersgruppe einen Namen gemacht hat. Jetzt suchen die Radeweger noch Sponsoren, die das Hobby ihrer Jungangler im Verein unterstützen können.

Von Frank Bürstenbinder

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