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Brandenburg/Havel Segelfliegerlizenz für die Freiheit am Himmel
Lokales Brandenburg/Havel Segelfliegerlizenz für die Freiheit am Himmel
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12:02 13.07.2019
Wenn sie in der Luft über Brandenburg schwebt reicht auch immer mal die Zeit für einen Blick auf die Landschaft und die Havelstadt, wie hier links auf den Brandenburger Dom, über den Stadtteil Nord und den Beetzsee. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Mit dem Frühjahr waren sie wieder da, die lautlosen Himmelsstürmer vom Fliegerklub Brandenburg. Die weißen Segler sind vor allem an den Wochenenden am Himmel über Brandenburg zu sehen und bei ihnen ist jetzt wieder Hochsaison. Unter anderem fliegen die Brandenburger in der Bundesliga mit um Punkte.

Mitten unter ihnen ist Lina Dehmlow. Die 22-jährige Berlinerin hat in den letzten Wochen ihre Prüfungen in den theoretischen und praktischen Teilen für ihre Segelfliegerlizenz erfolgreich abgelegt und darf jetzt fliegen.

Lina Dehmlow hat es geschafft. Vor einigen Wochen bestand die 22-jährige Berlinerin ihre Segelflug-Lizenz. Jetzt darf sie alleine in die Luft gehen.

Seit drei Jahren ist sie regelmäßig auf dem Flugplatz Mötzow und widmet sich mit viel Ehrgeiz und Spaß ihrem Hobby, der Segelfliegerei. Gekommen ist sie dazu über Erzählungen eines Kollegen ihres Vaters. Seine Begeisterung lockte sie an, sich das alles einmal selbst anzuschauen. Dabei fing sie sofort Feuer und wollte irgendwann selbst einmal allein über den Wolken schweben.

Aber auch ihr berufliches Interesse ist stark mit der Fliegerei verbunden. Sie studiert in Berlin Luft- und Raumfahrttechnik. Nun ist sie mittendrin und gehört zu den Brandenburger Himmelsstürmern, das passt aber auch zu ihrem Studium und ihrem Interesse an der Fliegerei.

Mit Ruhe in die wichtige Prüfung

Der Weg bis zur Lizenz allein fliegen zu dürfen ist allerdings nicht leicht. Lina hat in den drei Jahren, die sie im Fliegerklub ist, ihre Ausbildung absolviert. „Ich habe soviel geübt, dass ich eigentlich ganz ruhig in die Prüfung gehen konnte. Sicher war ich aufgeregt, aber auch konzentriert und immer aufmerksam,“ erzählt Lina Dehmlow nach ihrer Lizenzprüfung.

Im November legte sie erfolgreich ihre theoretischen Prüfungen ab und die jeweiligen Ausbildungsabschnitte A, B und C schaffte sie auch mit Erfolg. Jetzt ging es an die eigentliche Prüfung zur Lizenz. Dazu gehören unter anderem zwei Windenstarts und zwei Flugzeugstarts mit dem Prüfer im Rücken.

Die Feinheiten des Segelfliegens

So ist eine Startübung zu absolvieren, bei der unvorbereitet das Schleppseil ausgeklinkt wird und der Prüfer die Reaktion des Piloten überprüft. Ebenso muss eine Platzrunde absolviert werden, bei der in der Höhe von 450 Meter ausgeklinkt wird. Oder die Prüflinge müssen hinter dem Schleppflugzeug einen sogenannten Kasten fliegen.

Das heißt, sie müssen verschiedene Positionen hinter dem Flugzeug einnehmen und es wird beobachtet, ob der Segelflieger wieder in seine Schleppposition zurück findet. Auch das Verhalten bei einem Langsamflug wird geprüft. Hier geht es vornehmlich darum, nicht ins Trudeln zu kommen. „Aber das hab ich sehr gut geübt und auch keine Probleme in der Prüfung damit gehabt,“ sagt die junge Pilotin lächelnd.

Begegnung mit dem Rettungshubschrauber

Zur Prüfung gehören aber noch viele andere Übungen. So müssen Kurven oder verschiedene Querlagen geflogen werden. Das Slippen musste die junge Pilotin absolvieren oder ihre Reaktion zeigen, wenn sie zur Seite kippt und dadurch mehr Widerstand erlangt. „Das hat mir alles sehr viel Spaß gemacht und ich wollte ja auch unbedingt fliegen. Jetzt hab ich es geschafft,“ freut sich die Berlinerin.

Aber sie weiß auch, das die Fliegerei nicht nur Spaß ist. „Man muss schon die gesamte Zeit da oben voll konzentriert sein. So hatten wir beim letzten Anflug ein besonderes Erlebnis. Der Rettungshubschrauber kam. Wir haben uns dann mit ihm verständigt und sind früher eingedreht. Das war für mal etwas Neues,“ erzählt Lina Dehmlow. Ein Problem war es nicht, denn wenn die Pilotin aufpasst, kann nichts passieren.

Die Freiheit am Himmel

Jetzt gehört Lina zu den Segelfliegern und wird bestimmt auch bald mit um Punkte für den Klub kämpfen. Einmal in der Bundesliga starten zu dürfen, ist eines ihrer Ziele. Aber auch die Freiheit am Himmel zu genießen und vor allem den wunderschönen Blick auf die Havelstadt, ganz von oben und ganz leise.

Von Rüdiger Böhme

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