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Brandenburg/Havel Empfang für die Weltmeister
Lokales Brandenburg/Havel Empfang für die Weltmeister
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14:31 30.08.2019
Empfang der Weltmeister des Deutschen Ruderverbandes in der Johanniskirche Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Ein Stelldichein von Deutschlands besten Kanutinnen und Kanuten gab es am Donnerstagabend in der Johanniskirche. Ein Großteil der Nationalmannschaft im Kanu-Rennsport und Para-Kanu war der Einladung von Oberbürgermeister Steffen Scheller zu einem Empfang für die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler gefolgt.

Gratulation von der Ministerin

Unter den Gästen war auch Brandenburgs Sportministerin Britta Ernst, die aus Potsdam angereist war, um den Vorzeigeathletinnen und -athleten des Deutschen Kanu-Verbandes e.V. (DKV) zum hervorragenden Abschneiden bei den Weltmeisterschaften in Szeged zu gratulieren. Dort hatten die Rennkanuten sechs Gold-, vier Silber und eine Bronzemedaille und die Parakanuten drei Silbermedaillen errungen. Von Ungarn war das DKV-Team direkt nach Brandenburg an der Havel gekommen, wo seit Anfang der Woche auf dem Beetzsee die 98. Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport stattfinden. Nach seinen Begrüßungsworten und den Reden von Sportministerin Britta Ernst und DRV-Vizepräsident Jens Perlwitz bat Oberbürgermeister Steffen Scheller die Mitglieder der Nationalmannschaft, sich ins "Goldene Buch der Stadt Brandenburg an der Havel" einzutragen.

Im Anschluss daran nutzten die Sportlerinnen und Sportler sowie die Gäste des Empfangs, darunter auch einige ehemalige Weltmeister und Olympiasieger sowie Repräsentanten von Landeskanuverbänden aus ganz Deutschland, die Gelegenheit, sich die Ausstellung "50 Jahre Regattastrecke Beetzsee" anzuschauen, die noch bis zum Sonntag in der Johanniskirche gezeigt wird.

Prima Wettkampf-Bedingungen

Jens Perlwitz, stellvertretender Präsident vom Deutscher Kanu-Verband, lobte die Wettkampf-Bedingungen auf der Brandenburger Regattastrecke, die internationale Maßstäbe erfüllten. Land und Stadt investierten in den vergangenen Jahren 12 Millionen Euro auf dem Gelände. Nicht zuletzt garantiere auch ein gut funktionierendes Regattateam einen guten Wettkampfablauf, lobte Perlwitz.

Im Auftrag der MAZ hat Norbert Plaul – der Verbindungsmann zwischen Verwaltung und Sportlern – drei Kanuten nach ihrem besonderen Regattastreckenmoment befragt: Was verbinden Sie persönlich mit der Strecke auf dem Beetzsee?

Ronald Rauhe. Quelle: JACQUELINE STEINER

Ronald Rauhe ist seit 1987 im Kanusport, er fährt für den KC Potsdam, holte unter anderem vier Olympia- und 25 WM-Medaillen, gewann bei Europameisterschaften 16 mal Gold.

„Auf dem Brandenburger Beetzsee bin ich das erste Mal bei Deutschen Meisterschaften an den Start gegangen. Das war damals für mich etwas ganz Besonderes, weil auf der Tribüne viele Familienmitglieder und Freunde saßen, die mich begeistert anfeuerten. Seit her bin ich hier regelmäßig zu Gast und es gab in all den Jahren viele schöne Erlebnisse, an die ich mich gern erinnere.“

 

Conny Waßmuth. Quelle: JACQUELINE STEINER

Conny Waßmuthist seit 1990 Kanutin, sie startet ebenfalls für den KC Potsdam. Sie ist Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin, holte zehn EM-Medaillen.

„Es muss 1996 oder 1997 gewesen sein, als ich in der Altersklasse Schülerinnen A bei den Ostdeutschen Meisterschaften das erste Mal Bekanntschaft mit dem Beetzsee und seiner schönen Regattastrecke geschlossen habe. Sehr gut erinnere ich mich an die Europameisterschaften 2009 und 2014 in Brandenburg an der Havel, weil das heimische Publikum die Erfolge unseres deutschen Teams so begeistert feierte.

Mit dem KC Potsdam trainieren wir oft auf dem Beetzsee und bereiten uns hier für große internationale Titelkämpfe vor. Es sind aber nicht nur die moderne Wettkampftechnik und die guten Bedingungen auf dem Gelände der Regattastrecke, die wir zu schätzen wissen. Es sind auch Uwe Philipp und sein Team, denen wir sehr dankbar sind, weil sie uns immer hervorragend unterstützen.“

Elias Kurth. Quelle: JACQUELINE STEINER

Elias Kurth ist in Brandenburg an der Havel geboren. Er startete beim ESV Kirchmöser, ist heute beim KC Potsdam. Er wurde gerade Junioren-Weltmeister im K2 über 1000 Meter.

„Das Einmaleins des Kanu-Rennsports habe ich zwar beim ESV Kirchmöser erlernt, aber die Regattastrecke auf dem Beetzsee ist quasi meine sportliche Heimat. Hier habe ich bisher die meisten Wettkämpfe absolviert und wurde dabei immer von meiner Familie, Freunden und Fans begeistert angefeuert. Wenn hier im nächsten Jahr die Junioren- und U23-WM stattfindet, werden ich hoffentlich dabei sein und meinen kürzlich errungenen Titel im K2 über 1.000m verteidigen.“

Von André Wirsing

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