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Brandenburg/Havel Kathrin Baatz steht nun Oberjünne vor
Lokales Brandenburg/Havel Kathrin Baatz steht nun Oberjünne vor
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11:09 06.01.2017
Kathrin Baatz ist neue Ortsvorsteherin in Oberjünne. Quelle: Andreas Koska
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Oberjünne

Kathrin Baatz ist neue Ortsvorsteherin von Oberjünne. Die 43-jährige Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte gehört seit 2014 dem Ortsbeirat an. Die Wahl wurde notwendig, weil die bisherige Ortsvorsteherin Sabine Pagels auf Grund von Arbeitsüberlastung die Aufgabe nicht mehr erfüllen konnte. „Ich bin in der Intensivpflege tätig, das erfordert viel Kraft. Außerdem werde ich demnächst zu meiner Frau nach Damelang ziehen“, begründete die 56-jährige ihre Entscheidung. Pagels war rund zehn Jahre Ortsvorsteherin in dem Dorf, das ein Ortsteil der Gemeinde Planebruch ist.

Sechs Einwohner wollten die Sitzung am Donnerstagabend in der Gaststätte „Heidekrug“ miterleben. Sie kritisierten, dass die Oberjünner nicht persönlich eingeladen wurden. Deshalb habe kaum jemand von der Sitzung gewusst. Diese wurde wie üblich im Mitteilungskasten ausgehängt, was jedoch die Anwesenden nicht zufriedenstellte.

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Zumindest die beiden stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Planebruch, Ronald Hoffmann aus Damelang und Stephan Burow aus Oberjünne wollten wissen, wer demnächst ihr Ansprechpartner sein wird. Die Amtsverwaltung aus Brück fehlte gänzlich. Ohne große Diskussion wählte der Ortsbeirat einstimmig Baatz zu neuen Ortsvorsteherin. Stefanie Burow fehlte aus Krankheitsgründen, hatte allerdings schriftlich erklärt, die Wahl von Baatz zu befürworten.

Schon als Ortschefin beschrieb Baatz die Vorhaben, die in diesem Jahr angepackt werden sollen. So sollen die Bänke im Ort ersetzt werden, der Gedenkstein an der Urnengrabstelle soll eine Inschrift erhalten. „Hier bittet der Ortsbeirat um Vorschläge“, rief Baatz alle zum Nachdenken auf. Der Baumschnitt soll fortgesetzt werden und die Sanierung des alten Feuerwehrhäuschen wird beendet. „Vor allem sind im Haushalt 10 000 Euro für die Planung des Aus- und Umbaus der Gemeindescheune eingestellt“, freute sich die Ortsvorsteherin. Oberjünne hat als einziger Ortsteil von Planebruch keinen Gemeinschaftsraum.

Die Gemeindescheune wird für Feste genutzt, verfügt allerdings über keine Toilette oder Kücheneinrichtung. „Wir haben innerhalb des Feuerwehrvereins eine Planungswerkstatt, dazu sind alle eingeladen“, lud Stephan Burow die Einwohner ein, die unter anderem die Verlegung des Spielplatzes vor die Scheune anregten, um damit alles in dem Bereich zu konzentrieren.

Der Ortsbeirat will mit Kathrin Baatz an der Spitze alle Oberjünner in die Arbeit einbinden. „Nur dann kann es voran gehen, wir brauchen ihr Wissen und ihre Ideen“, bat sie. Sabine Pagels erklärte nach der Sitzung auch aus dem Ortsbeirat zurückzutreten und das Mandat niederzulegen. Einzige Nachrückerin wäre Silke Sydow, die bei der Wahl vor zwei Jahren knapp gescheitert ist. Ob sie das Mandat annehmen wird, bleibt abzuwarten, denn auch Sydow soll über einen Wohnortwechsel nachdenken.

Von Andreas Koska

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