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Brandenburg/Havel Am Zentrumsring passiert 2019 nichts mehr
Lokales Brandenburg/Havel Am Zentrumsring passiert 2019 nichts mehr
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11:27 20.07.2019
Die August-Bebel-Straße muss erneuert werden, doch das wurde erst einmal verschoben. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Schon seit Mai sollten die Arbeiten am nächsten Bauabschnitt der Bundesstraße 102 zwischen Gördenbrücke über August-Bebel-Straße, Fontanestraße bis Europakurve kurz vor dem Altstadt-Bahnhof, laufen. Doch in diesem Jahr passiert innerorts auf dem Zentrumsring gar nichts mehr, heißt es aus der Stadtverwaltung. Der Landesbetrieb schreibe die Arbeiten erst im September aus, dann müssen Bindungs- und Einspruchfristen eingehalten werden.

Somit sind die Bauarbeiten auch nicht wie geplant bis zum dritten Quartal 2020 abgeschlossen, sondern voraussichtlich erst im Sommer 2021.

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Fest vereinbart mit der Rathausführung ist bereits, dass es ähnlich wie beim Abschnitt Rathenower Straße keine Vollsperrungen geben wird. Jeweils zwei Fahrbahnen bleiben wechselseitig immer frei, der Richtungsverkehr wird dann einspurig geführt.

Verzichtet wird ebenfalls auf eine Erhöhung von Tempo 60 auf 70. Dann wären Leitplanken notwendig gewesen und dafür hätten die Platanen an der Fontanestraße weichen müssen. Alternativ hätte man Rad- und Gehwege auf der südöstlichen Seite über die Kasernenbrache führen müssen. Dann gilt eben künftig Tempo 50.

Der Bund spendiert für den Zentrumsring auch einen komplett neuen Verkehrsrechner, der mit allem Zubehör allein etwas mehr als eine Million Euro kostet. Der wird noch im Juli oder August eingebaut an der Kreuzung Otto-Sidow-/Wilhelmsdorfer Straße. Deswegen wird die große Ampelanlage auch einige Tage nicht funktionieren.

Noch bis zum Jahr 2022 müssen die Brandenburger warten bis die Brücke Potsdamer Straße über die Regionalbahnstrecke 1 erneuert wird. So lange bleibt es auch bei den Einengungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die mobilen Verkehrsschilder sind durch feste ersetzt und die Baken durch Poller aus Beton. Erst vor wenigen Wochen hatte der Landesbetrieb umfangreiche Materialprüfungen an dem geschädigten Bauwerk angestellt, beschleunigen dürfte es das Bauvorhaben aller Voraussicht nach nicht.

Von André Wirsing