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Brandenburg/Havel Klare Normen für künstliche Intelligenz
Lokales Brandenburg/Havel Klare Normen für künstliche Intelligenz
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18:36 17.01.2019
Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender des DIN, fordert beim 13. Security Forum Klartext für IT-Sicherheit. Quelle: Stefan Parsch/THB
Brandenburg/H

37 Prozent aller europäischen Standards entstehen in Berlin, moderiert vom Deutschen Institut für Normung (DIN). Dass dieser mehr als 100 Jahre alte Verein nicht im DIN-A-4-Format stecken geblieben ist, hat am Donnerstag in Brandenburg/Havel der Vorstandsvorsitzende Christoph Winterhalter deutlich gemacht.

Der Herr über 34.000 Standards spricht beim 13. Security Forum an der TH Brandenburg als einer von etwa einem Dutzend Referenten über künstliche Intelligenz und Cyber-Sicherheit als Eckpfeiler der Digitalisierung. Die Digitalisierung lässt sich nach den Worten des DIN-Vorstandsvorsitzenden mit Normen und Standards meistern.

Neutrale Plattform

Winterhalter stellt das DIN vor als eine neutrale Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit –privatwirtschaftlich organisiert und von rund 33.500 Experten gestützt, die ihr Fachwissen in den Normungsprozess einbringen. Das System habe Deutschland zum Exportweltmeister gemacht.

Auf Anhieb wirkt es zumindest für Außenstehende milde komisch, wenn Winterhalter „DIN EN ISO/IEC 27000 als „Klartext für IT-Sicherheit“ bezeichnet. Die lange Abkürzung steht dabei für die Norm, welche die Grundlage schafft für einen einheitlichen Sprachgebrauch im Bereich der IT-Sicherheits-Managementsysteme und Empfehlungen gibt zu Sicherheitsvorkehrungen.

Um künstliche Intelligenz und Sicherheit im Netz ging es beim 13. Security Forum am 17. Januar 2019 an der THB. Quelle: Jürgen Lauterbach

Normung und Standardisierung schaffen die Grundlage und Akzeptanz für die Aufnahme von Künstlicher-Intelligenz-Technologie in verschiedene Anwendungsfelder – von autonomem Fahren bis zur öffentlichen Verwaltung“, betont Winterhalter, der das DIN seit 2016 führt. Die Alternative, wenn es keine Standards gäbe, wäre nur „ein Blumenstrauß an technischen Möglichkeiten“.

Der Institutschef sieht Sicherheitsnormen, die beim DIN nach einem festgelegten Fahrplan und mit Beteiligung vieler Experten und Interessengruppen entstehen, als Garant für gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. Normung und Standardisierung schaffen Vertrauen und unterstützen die Sicherheit von Künstlichen-Intelligenz-Systemen“, sagt Winterhalter.

Normen für Hochschulen zu teuer

Ziel des DIN sei es, die Normung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) von Anfang an mitzugestalten und auf eine angemessene Berücksichtigung deutscher Interessen hinzuarbeiten, um Marktbarrieren für deutsche KI-Anbieter abzubauen. Winterhalter machte keinen Hehl daraus, dass er es nicht gut fände, diese Aufgabe China mit seinem Wertegefüge zu überlassen.

An der Technischen Hochschule warb er dafür, das Thema Normung in Ausbildung und Lehre zu verankern. Zuhörer machten aber Einwände geltend. Die am DIN entwickelten Normenwerke seien für die Hochschulen preislich unerschwinglich. Winterhalter schien überrascht und sagte spontan Entgegenkommen zu.

Das Institut werde eine Lösung zur Kostenfrage erarbeiten, um den Hochschulen Normen bereitzustellen, erklärt DIN-Sprecherin Andrea Schröder auf Nachfrage der MAZ.

Von Jürgen Lauterbach

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