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Brandenburg/Havel Kleine Forscher: Kinder experimentieren in der Stadtteilbibliothek Hohenstücken
Lokales Brandenburg/Havel Kleine Forscher: Kinder experimentieren in der Stadtteilbibliothek Hohenstücken
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19:18 26.06.2019
Karl Feiffer (links) und Gabriel Kufeld beobachten bei einem Experiment, wie Rotkohlsaft aus einem Glas schäumt. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Rotkohlsaft schäumt in der Stadtteilbibliothek Hohenstücken aus Gläsern und sprudelt. „Wir haben einen kleinen Vulkan gezaubert“, sagt Nadin Sternberg beim Beobachten des Experiments. Mehrere Kinder des Horts „Entdeckerfreunde“ sehen der Bibliotheksleiterin bei ihrem Versuch zu. Sternberg vermischt dabei zunächst die dunkelblaue Flüssigkeit mit Essig, die sich daraufhin rosa verfärbt. Als sie den Saft mit Natron kombiniert, wird dieser wieder dunkler und fängt an zu sprudeln.

Kinder bauen Becherlupen

„Das ist ja cool. Das hat mich überrascht, denn damit hätte ich nicht gerechnet“, sagt Viertklässler Gabriel Kufeld zum Ergebnis und freut sich auf die nächsten Experimente. Gemeinsam mit Leila Rinke baut er eine Becherlupe. Die Schüler spannen dazu Frischhaltefolie über die Becheröffnung und umwickeln sie mit einem Gummiring. Dann schneiden sie oberhalb des Becherbodens ein Loch und legen in die neue Öffnung Muscheln und Blätter.

Mit einer Pipette geben sie Wassertropfen auf die Folie und schauen durch die Flüssigkeit auf den Becherboden. „Der Gegenstand erscheint dann größer, weil das Licht im Wasser anders gebrochen wird, als in der Luft. So entsteht der Lupen-Effekt“, sagt Bibliotheksmitarbeiterin Tina Nimz der MAZ. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen will sie jungen Forschern neue Erkenntnisse auf „spielerische Art und Weise“ vermitteln.

Bei Gabriel Kufeld ist der Plan aufgegangen. Er nimmt seine neue Becherlupe mit nach Hause und will Feuerkäfer genauer betrachten. „So finde ich dann heraus, ob es ihnen gut geht und wie alt sie sind“, sagt der Junge aus Tieckow.

Experiment mit Maßband und Taschenrechner

Bei einer anderen Experimentierstation bestimmen die Hortkinder das Alter eines Baumes, wollen diesen aber nicht abschneiden, um seine Ringe zu zählen. Deshalb nutzen sie Taschenrechner und Maßband und betrachten eine Linde auf dem Vorplatz am Bürgerhaus Hohenstücken genauer.

Leila Rinke (links) und Gabriel Kufeld wollen mit Maßband und Taschenrechner das Alter eines Baumes ermitteln. Quelle: André Großmann

Sie legen das Vermessunsgerät um den Baum, ermitteln seinen Umfang und dividieren den ermittelten Wert mit dem Taschenrechner durch 2,5. Auch bei Temperaturen um 35 Grad lassen sich die Hortkinder nicht beirren und überprüfen ihre Ergebnisse mehrfach. Leila Rinke ermittelt, dass die Linde 29,6 Jahre alt sein muss.

„Da war ich noch gar nicht auf der Welt,“ kommentiert Gabriel Kufeld das Ergebnis und betrachtet die nächste Linde genauer, die 26,8 Jahre alt ist. Erzieherin Sabine Tröger freut sich über die Kinder auf Erkundungstour. „Es ist schön, wenn so ihr Forschergeist geweckt wird und sie ihr Wissen anwenden können“, sagt sie der MAZ.

Kinder können während der Sommerferien jeden Mittwoch in den Räumen der Stadtteilbibliothek Hohenstücken experimentieren. Dabei erfahren sie unter anderem, wie es möglich ist, einen Luftballon aufzupusten, der sich in einer Glasflasche befindet und warum sich Ballons sprichwörtlich streiten können. Anmeldungen sind telefonisch unter 03381 702458 möglich.

Von André Großmann

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