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Brandenburg/Havel Erfolgsmodell für den Umgang mit der Pandemie
Lokales Brandenburg/Havel Erfolgsmodell für den Umgang mit der Pandemie
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14:12 22.05.2020
Das medizinische Personal des Städtischen Klinikums richtet einen Appell an die Brandenburger. Quelle: Städtisches Klinikum Brandenburg
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Brandenburg/H

Die KlinikkooperationVersorgungscluster Corona West-Brandenburg“ (VCC West) hat seit Aufnahme der Arbeit durch die zentrale Koordinierungsstelle Anfang April 2020 ein überproportionales Wachstum erfahren. Ein wesentlicher Grund für die aktuelle Nachfrage ist die Aufnahme des Regelbetriebs in den einzelnen Kliniken, teilt Björn Saeger als Referent der Geschäftsführerin Gabriele Wolter mit.

Aktuell hat die Koordinierungsstelle des VCC, die durch Mitarbeiter der verschiedenen Kliniken besetzt ist, im Städtischen Klinikum Brandenburg 400 Patienten fast landesweit erfolgreich verlegt. Der Leiter der Koordinierungsstelle Christian Pellehn erwartet, dass die Marke von 500 Patienten noch in dieser Woche überschritten wird.

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Das Städtische Klinikum der Stadt Brandenburg an der Havel aus der Luft. Quelle: Rüdiger Böhme

Mit Stand 18. Mai wurden unter anderem 220 Patienten aus Potsdam, 140 Patienten aus Brandenburg und 19 Patienten aus Bad Belzig durch die Koordinierungsstelle verlegt.

Hintergrund war, dass Krankenhausbetten für schwer erkrankte COVID-19-Fälle gezielt genutzt und freigehalten wurden, so dass diese Patienten unmittelbar aufgenommen, diagnostiziert und behandelt werden konnten. Patienten ohne COVID-19-Erkrankung wurden dafür unkompliziert in andere Kliniken des Netzwerks verlegt, um dort die optimale Behandlung zu erfahren.

Patienten schnell verlegt, Kliniken vom Virus freigehalten

Zu den Kliniken die Patienten über das VCC aufgenommen haben, gehörten insbesondere das Städtische Klinikum Brandenburg mit 70 Patienten, Sankt-Marien Krankenhaus 70, das Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen mit 35 Patienten, das KMG Klinikum Luckenwalde mit 30 Patienten, Evangelisches Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow mit 28 Patienten und die Havellandkliniken in Nauen mit 23 Patienten.

Dadurch sei es gelungen, bestimmte Kliniken des Netzwerks, die auf andere Erkrankungen spezialisiert sind, frei von COVID-19 Infektionen zu halten. Dieses Vorgehen habe die Funktionsfähigkeit der Krankenhäuser der gesamten Region gesichert.

Wesentlich zum Erfolg der Kooperation beigetragen haben die Rettungsleitstellen in Potsdam, Brandenburg an der Havel und Cottbus, die eng abgestimmt mit der Koordinierungsstelle die notwendigen Transportkapazitäten kurzfristig und flexibel ausgebaut haben.

Versorgungsgebiet von 800000 Menschen

Das „Versorgungscluster Corona West“ (VCC) ist eine umfassende Kooperation von Kliniken aus Brandenburg an der Havel, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und dem Havelland unter Federführung des Städtischen Klinikum Brandenburg, der RECURA Kliniken Beelitz Heilstätten und des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen.

Das Versorgungsgebiet umfasst mit mehr als 800.000 Einwohnern etwa ein Drittel der Einwohner des Landes Brandenburg. Die zentrale Koordinierungsstelle befindet sich im Städtischen Klinikum Brandenburg. Ziel der umfassenden Kooperation ist die optimale medizinische Versorgung aller Patienten unter Berücksichtigung der vorhandenen Gesamtressourcen. COVID-19 Patienten können innerhalb des Netzwerks barrierefrei gesteuert werden.

Dadurch wird die bestmögliche Versorgung erreicht und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit des zentralen Schwerpunktversorgers und aller beteiligten Krankenhäuser für die Behandlung aller anderen akuten Erkrankungen gesichert.

Von MAZ

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