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Brandenburg/Havel Körperschmuck: Warum Mirko Mieland auf seinen Reisen Tattoos sammelt
Lokales Brandenburg/Havel Körperschmuck: Warum Mirko Mieland auf seinen Reisen Tattoos sammelt
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13:03 09.07.2019
Sven Hofmann (links) ergänzt ein Tattoo des Brandenburgers Mirko Mieland. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Kult-Alien Alf ziert den linken Arm des Brandenburgers Mirko Mieland, wenige Zentimeter höher weist ihm ein tätowierter Kompass den Weg durch ferne Galaxien. Auf seinem rechten Arm geht es hingegen irdisch zu, denn hier verdeutlicht eine Sanduhr die Vergänglichkeit des Lebens und eine Weltkarte wird zum Symbol der Reiselust.

Tattoos sind für den Brandenburger Mirko Mieland Symbole der Reiselust und des Lebens. Bei mehreren Städtetrips sammelt er neue Motive für seinen Körper.

Tattoos als Symbol der Reiselust

Der 35-Jährige sammelt seit diesem Jahr bei seinen Städtetrips Tattoos und reist in den nächsten Monaten nach Krakau, Treseburg, Meißen und Köln. Mieland informiert sich vorab auf den Facebook-Seiten der Tätowierer, liest Kundenbewertungen und vereinbart Termine. Welche Motive er sich stechen lässt, entscheidet der Brandenburger dabei spontan und nach jeweiligem Erlebnis in den Städten.

„Die Zeichnungen verleihen jedem Charakter etwas Individuelles. Man spricht darüber und hat tolle Erinnerungen“, sagt der 35-Jährige. Er ist sich bewusst, dass Tätowierungen „für immer“ sind und betont, dass die Zeichnungen eine gute Grundlage für Gespräche bieten. Aus den bislang vier Tattoos soll eine Sammlung werden, auf seiner Handfläche und im Gesicht ist die Körperbemalung allerdings tabu.

„Mir ist es wichtig, dass ich die Tattoos auch verdecken kann, wenn ich ein Hemd anziehe“, sagt der angehende Sozialarbeiter, dessen Leidenschaft von seiner Oma Else auch mal kritisch betrachtet wird. „Sie muss sich daran gewöhnen, ich bin ja erwachsen. Aber sie steht trotzdem zu mir“, sagt Mirko Mieland der MAZ.

Brandenburger Skyline auf der Haut

Seine Körperbemalung soll einen Bezug zu Ereignissen seines Lebens haben. Deshalb lässt sich der Erzieher ein Porträt seiner Uroma Marie stechen und kann sich vorstellen, die Skyline von Brandenburg an der Havel auf seiner Haut zu verewigen. „Nach den Reisen freue ich mich immer auf meine eigenen vier Wände. Wir wohnen in einer klasse Ecke und können uns innerhalb von fünf Minuten direkt ans Wasser setzen und entspannen“, sagt der Erzieher der MAZ.

Video: Diese Tattoos retten Leben40599w13jt457f4c
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Respekt vor Nadeln

Seit seinem 16. Lebensjahr dachte er über Körperbemalungen nach, hatte aber auch Respekt vor den Nadeln. „Beim Arzt kann ich keine Spritzen sehen, hier fand ich die Stiche aber nicht schmerzhaft, eher angenehm“, sagt der 35-Jährige. Daraufhin lächelt Tätowierer Sven Hofmann, der in der Szene „Filz“ genannt wird und seit dem Jahr 1995 professionell mit der Nadel arbeitet. Er wird Mirko Mieland weitere Motive gestalten und auf den Körper zeichnen.

Alf, das Wesen von einem anderen Stern hat er zumindest in der Havelstadt noch nicht als Tattoo-Motiv gesehen. Die Figur fasziniert Mirko Mieland seit der Kindheit, denn damals arbeitete seine Mutter Iris im Volkseigenen Betrieb „Mechanische Spielwaren“ und brachte ihrem Sohn Mirko ein Kuscheltier vom Außerirdischen mit. Bilder von Galaxien und neuen Orten werden Mirko Mieland weiter begleiten. Denn zu den Städten, die er unbedingt auf seiner Haut verewigen will, zählen auch New York und Las Vegas.

Von André Großmann

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