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Brandenburg/Havel Zukunft? So wird das nichts!
Lokales Brandenburg/Havel Zukunft? So wird das nichts!
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11:41 13.01.2020
Quelle: AP
Brandenburg an der Havel

Man möchte schreien. Von den sechs für die Stichprobe unter die Lupe genommenen Verwaltungen hat eine einzige erkannt, wie wichtig es ist, in den Sozialen Medien präsent zu sein. Man muss die Stadt Brandenburg loben, denn dort haben die Mitarbeiter auch verstanden, wie man online auftritt, ohne dass es peinlich wird.

Verpasste Chancen, verkrustete Strukturen

Davon sind andere Lichtjahre entfernt. Dass es zwei Pressestellen nicht einmal schaffen, eine Anfrage zum Thema überhaupt zu beantworten – geschenkt. Vielleicht gab es dort Verständnisprobleme. Nichts anderes als gruselig ist die Antwort aus dem Rathenower Rathaus. Zur Erinnerung: Wir schreiben das Jahr 2020, inzwischen dürfte der letzte Entscheidungsträger in den Verwaltungen zumindest eine Ahnung davon haben, was es mit diesem Internet auf sich hat. Es ist eine üble Melange aus verpassten Chancen, verkrusteten Strukturen und offener Ablehnung gegenüber allem Neuen.

>>LESEN SIE AUCH: So digital sind die Städte und Landkreise zwischen Havel und Fläming

Dabei bieten die Sozialen Medien, neben zweifellos unschönen Nebenwirkungen, vor allem Chancen. Aber nein, so wird das nichts mit der Zukunft. Warum kommt niemand auf die Idee, freie Stellen in der Verwaltung via Facebook oder Instagram zu bewerben? Geht schnell, sieht gut aus und kostet nichts! Und: das sehen die jungen Leute. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass die Generation Z, also die nach 1995 Geborenen, keine Zeitung liest und eben nur auf diesen Wegen erreichbar ist.

Wo sind die progressiven, attraktiven Arbeitgeber?

Die Behörden und Verwaltungen werden immer älter, Nachwuchs findet sich oft nicht. Natürlich gibt es dafür viele Gründe. Aber statt resigniert die Hände in den Schoß zu legen, müssen gerade Kommunen und Kreise vorangehen: als attraktive, progressive Arbeitgeber mit Ideen und Offenheit für Neues.

Von Philip Rißling

Sind die Kommunen und Landkreise in der Region fit in den Sozialen Medien? Wie sich Brandenburg an der Havel, Falkensee und Rathenow im Web 2.0 schlagen, hat die MAZ überprüft.

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