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Brandenburg/Havel Vorbild Potsdam? Diskussionsstoff im Ausschuss
Lokales Brandenburg/Havel Vorbild Potsdam? Diskussionsstoff im Ausschuss
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08:03 31.08.2019
Außenanlage in der Kita Perlentaucher. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Beschlossen haben die Stadtverordneten in ihrer ersten regulären Sitzung in dieser Woche nicht viel, aber sie bestimmten den neuen Jugendhilfeausschuss. Der besteht aus neun Volksvertretern und sechs Vertretern von anerkannten Trägern der Jugendhilfe.

Die eigenen Vertreter waren schnell bestimmt: Ute Taege und Marco Wagner für die CDU, Christopher Jahn und Edvard Ageev für die SPD, Christian Bosse (AfD), Birgit Patz (Linke), Klaus Hoffmann (Grüne), Marlis Eichhorn (FW) und Waldemar Bart (FDP).

Um die sechs restlichen Plätze hatten sich 16 Träger beworben, es musste sogar zwei Wahlgänge geben, bis sie ermittelt waren. Und es gab durchaus Überraschungen: Lediglich Caritasverband, Stadtsportbund, VHS-Bildungswerk sowie der Humanistische Regionalverband behielten ihre Sitze. Internationaler Bund und Jugendkulturfabrik mussten gehen. Nachgerückt sind DRK-Kreisverband und Independent Living.

Es ist längst Legende, dass dieser beschließende Ausschuss für die Träger so attraktiv sei, weil man als Mitglied vermeintlich leichter an die Geldtöpfe herankommt. In Zeiten von Doppelhaushalten gibt es ohnehin nicht viel neues Geld zu verteilen, maximal müssen Löcher gestopft werden, wenn die Stadt für Kosten aufkommen muss.

Interessant ist aber, dass vier von sechs Trägern in dem Gremium Betreiber von Kindertagesstätten sind. Die Stadt hat bekanntlich alle Kitas in freie Trägerschaft übergeben.

Wenn sich nun herumspricht, dass in Potsdam einzelne Kitas und Horte rekommunalisiert beziehungsweise neue Einrichtungen gleich in Eigenregie betrieben werden, dürfte lustige Diskussionen in dem Gremium anheben, das ohnehin für seine unendlichen Sitzungszeiten berüchtigt ist.

Vor allem spannend dürften die Gründe sein, die in Potsdam alle ins Feld geführt werden für die plötzliche Kehrtwende: Wenn die Kommune eigene Einrichtungen unterhält, bekommt sie auch das Satzungsrecht zurück und darf nicht nur Empfehlungen aussprechen. Sie kann sich zudem einen Verwaltungskindergarten leisten, um attraktiver Arbeitgeber zu sein. Und nicht zuletzt können auch Kinder besser übers Jahr und nicht nur im August/September aufgenommen werden. Eine ziemlich spannende Diskussionsgrundlage!

Von André Wirsing

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