Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel „Konstruktives Nein“ zum Packhof
Lokales Brandenburg/Havel „Konstruktives Nein“ zum Packhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:37 12.07.2017
Viele Menschen haben ihre eigene Packhof-Nutzung. Quelle: Philip Rißling
Brandenburg/H

Den Beschluss zum Durchführen einer Bürgerbefragung mit einer aus ihrer Sicht einseitigen wie unkonkreten Fragestellung akzeptieren mittlerweile die Mitglieder der Bürgerinitiative BI Packhof. Nun werben sie sogar um eine aktive Teilnahme der Bürger – allerdings sollen diese nicht dem Begehren von Verwaltungsspitze, CDU, Büfübü und FDP zustimmen, sondern rundweg ablehnen.

„Wir wissen um die Tatsache, dass ein ,Nein’ nicht unbedingt positiv besetzt ist. Deshalb sollten wir um ein ,konstruktives Nein’ werben, welches die Chance für einen Neuanfang für alle Planungen und Ausschreibungen zum Packhof bietet“, sagt Markus Ulbrich vom BI-Sprecherrat. In den Monaten August und September wollen die Mitglieder an den Wochenenden an Informationsständen auf dem Neustädtischen Markt, auf den Märkten in Nord und Hohenstücken sowie am Hauptbahnhof ihre Argumente darlegen und auch die Menschen in den entfernteren Wohngebieten dafür sensibilisieren, dass die Innenstadtentwicklung für alle Brandenburger von Interesse ist. Zudem soll es Info-Stände beim Fischerjakobi, beim Höfefest und beim Jazzfest geben. Der Sprecherrat bereite Handzettel mit allen Argumenten für eine behutsame Packhof-Entwicklung vor, sagt Boris Angerer. Zudem soll es eine Art Schulung für alle Freiwilligen an den Ständen geben, damit sie für alle möglichen Fragen gewappnet sind. „Wir haben ja bei unserer ersten großen Unterschriftensammlung die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sehr interessiert sind und auch nach vielen Details fragen“, sagt Sprecher Hanswalter Werner.

Man wolle zwar auf Begriffe wie „Hotelkoloss“ und „Monsterbebauung“ bei der neuen Informationskampagne weitgehend verzichten, „doch wir werden auch deutlich machen, dass die beiden Flügel des nun geplanten Hotels zusammen 124 Meter des Ufers beanspruchen“, sagt Erhard Gottschalk. Derzeit werde beratschlagt, ob man ein Modell aus den bisher bekannten Premero-Plänen baue oder diese in ein Luftbild montiere, um die möglichen Baumassen zu illustrieren.

Der Sprecherrat habe unlängst eine Klausurtagung im Schloss Gollwitz abgehalten, dabei sieben Schwerpunkte für den Packhof herausgearbeitet, berichtet Jan van Lessen: Stadtentwicklung, Freizeit, Wohnen, Tourismus, Verkehr, Lärm und Demokratie/Beteiligung. „Vergäbe man Schulnoten, bekäme die Stadt für die Punkte Tourismus und Wohnen ein „Ausreichend“, alle anderen Punkte aber „Mangelhaft“ und „Ungenügend““, sagt van Lessen.

Von André Wirsing

Frohe Kunde für fünf Gollwitzer. Die Stadt Brandenburg bekennt sich zum Eigentum an den Entwässerungsanlagen, die sich auf den Privatgrundstücken befinden. Alte Unterlagen lassen laut Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) nämlich den Schluss zu, dass die Pumpwerke als öffentliche Anlagen gebaut wurden. Die Stadt wird also für mögliche Schäden geradestehen.

12.07.2017

Gemeinhin weiß jeder Schrebergärtner nur zu gut, was auf seiner Parzelle wächst und gedeiht. Am Dienstag jedoch staunte ein Gartenpächter in Rädel (Potsdam-Mittelmark) nicht schlecht, als er sich einige Pflanzen auf seinem Grün etwas genauer anschaute.

12.07.2017

Ein kleiner Friedhof inmitten der Feldmark bei Buckau (Potsdam-Mittelmark) erinnert an Schicksale vergangener Zeiten. Viele der Inschriften der teils über hundert Jahre alten Gräber sind noch so klar zu lesen, als hätte der Steinmetz sie erst gestern gefertigt. Sie zeugen von Gottesfürchtigkeit und tiefer Religiosität.

12.07.2017