Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Kunstgeschenk: Jürgen Lutzens Bilder gehen an das Brandenburger Stadtmuseum
Lokales Brandenburg/Havel Kunstgeschenk: Jürgen Lutzens Bilder gehen an das Brandenburger Stadtmuseum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:03 30.08.2019
Die neue Leiterin des Stadtmuseums Anja Grothe (links) und Jürgen Lutzens betrachten zwei Gemälde, die vom Brandenburger gemalt wurden. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Ein weißes Tuch umhüllt zwei Kunstwerke des Brandenburgers Jürgen Lutzens, die Blicke der Gäste richten sich im Gotischen Haus auf die Gemälde. „Das sieht geheimnisvoll aus“, sagt Brandenburgs Kulturbeigeordneter Wolfgang Erlebach und offenbart den Blick auf die Bilder.

Jürgen Lutzens Gemälde waren vor der Schenkung an das Brandenburger Stadtmuseum verhüllt. Quelle: André Großmann

Kunstwerke für das Stadtmuseum

Die zwei Gemälde mit den Titeln „Havellandschaften“ und „Sommerabend“ hängen bald im Stadtmuseum. Während Jürgen Lutzens der neuen Museumsleiterin Anja Grothe seine „Havellandschaften“ überlässt, spendet der Kunstsachverständige der Fielmann AG Jürgen Oswald den „Sommerabend“ an das Stadtmuseum.

Ausdruck einer leichten Lebensart

„Dieses Bild spiegelt wieder, was mir in Brandenburg an der Havel gefällt, die Stimmung am Wasser ist schon fast mediterran und ein Ausdruck der leichten Lebensart“, sagt Grothe der MAZ. Sie stellt sich beim Anblick des Bildes einen Spaziergang durch die Havelstadt an einem Sommerabend vor.

„Gedanklich bin ich mitten im Bild und das gefällt mir unglaublich gut“, sagt die 50-Jährige der MAZ. Deshalb ist das Werk für sie ein Stück Poesie, es zeigt Lutzens auf einer Brücke unweit des Straßenbahndepots. „Sommerabend“ entstand im Jahr 1968, auf Öl in Hartfaser und ist die lyrisch-poetische Darstellung einer Stadtansicht.

Kreativer Autodidakt

Jürgen Lutzens begann im Alter von 14 Jahren mit dem Malen und Zeichnen und ließ sich von den Geschwistern Lucie und Hertha Bielefeld unterrichten, später arbeitete er als Werbe- und Ausstellungsgrafiker. Der Autodidakt beendete seine künstlerische Tätigkeit im Jahr 1988 endgültig, als ihm eine Aufnahme in den Künstlerverband der DDR wiederholt verwehrt blieb. Seitdem entstand nie wieder ein bildnerisches Werk von ihm.

Er ist stolz auf die Würdigung seiner künstlerischen Arbeit. „Welch eine noble Geste“, sagt er bei seiner Dankesrede. „Kunst ist nie unterbrochen, egal ob im Untergrund oder offiziell“, kommentiert der Brandenburger. Jürgen Lutzens wurde im Jahr 1941 geboren, während der DDR-Zeit wechselte er Briefe mit Künstlern aus Ost und West.

Durch eine Personalausstellung zu seinem 75. Geburtstag rückte Lutzens seine Kunst in die Öffentlichkeit. Laut Wolfgang Erlebach wollte die Stadt mit den Kunstwerken des Brandenburgers „eine Lücke in der Museumssammlung schließen.“ Aktuell existieren noch 15 Ölbilder des Brandenburgers, davon wenige Stadtansichten.

Ausstellungsort noch unklar

Wo seine Werke demnächst im Stadtmuseum hängen, ist aktuell noch unklar. „Wir haben ja derzeit eine stadtgeschichtliche Ausstellung, die das ganze Haus durchzieht“, sagt Anja Grothe dazu auf MAZ-Nachfrage. Sie bestätigt aber bereits Pläne für eine neue Ausstellung im Jahr 2020, bei der sie sicher ist, „dass die Bilder von Jürgen Lutzens dann definitiv dabei sind.“

Von André Großmann

Brandenburg/Havel Internet-Troll in Brandenburg/Havel - Der Hassprediger der Brandenburger AfD

Seit Monaten treibt der Hater „Felix Mann“ auf Onlineseiten der Stadt Brandenburg sein Unwesen. Dahinter verbirgt sich nach MAZ-Recherchen der AfD-Politiker Jan-Peter Trogrlic. Der frühere AfD-Chef von Aachen räumte sein Doppelleben nun ein – zu bedauern habe er nichts, sagt er.

29.08.2019

Unzählige Brandenburger pilgern derzeit zur Freilichtbühne auf dem Marienberg, wo der Kultursommer mit zwei Dutzend Veranstaltungen Premiere feiert. Auch die Veranstalter sind vom Ansturm überrascht.

29.08.2019

Es sind zwar Veränderungen im Zehntelbereich, aber noch hält die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt an. Deshalb sinkt auch die Zahl der Hilfeempfänger kontinuierlich.

29.08.2019