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Brandenburg/Havel Landkreis überwacht Qualität an 43 Badestellen
Lokales Brandenburg/Havel Landkreis überwacht Qualität an 43 Badestellen
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06:47 23.07.2014
Simone Riedl entnimmt in Hohenferchesar eine Wasserprobe. Quelle: F. Bürstenbinder
Hohenferchesar

Wenn Simone Riedl ins Wasser geht, dann für ihren Dienstherren. Ihre Beine hat sie in eine Wathose gesteckt. In den Händen hält die Mitarbeiterin des Fachdienstes Gesundheit einen Teleskopstab. An dessen Spitze befindet sich ein Messbecher. Der wird ein paar Meter vom Ufer des Hohenferchesarer Campingplatzes in den Pritzerber See getaucht. Gut 200 Milliliter Wasser müssen für die mikrobiologische Untersuchung reichen.

„Indikatorkeime“ intestinale Enterokokken und Escherichia Coli

In einem Vertragslabor lässt der Landkreis den Inhalt auf die beiden „Indikatorkeime“ intestinale Enterokokken und Escherichia Coli kontrollieren. Die Kosten in Höhe von 32 Euro trägt der Betreiber der Badestelle. In diesem Fall die Stadt Havelsee. „Spätestens nach 48 Stunden wissen wir, ob die Badestelle mit den Darmbakterien belastet ist“, sagt Riedl. Bislang kann davon keine Rede sein.
Sowohl an den 19 überwachten Badestellen im Altkreis Brandenburg als auch an den anderen 24 Badestellen in Potsdam-Mittelmark kann derzeit unbesorgt gebadet werden. Die Grenzwerte bei den Darmbakterien liegen in weiter Ferne. An keinem Ort musste bisher ein Badeverbot ausgesprochen werden. Auch die zurückliegenden Hitzetage haben der Qualität der Gewässer zwischen Havelland und Fläming offensichtlich nicht geschadet.

Keine Rückstände von Ölen, Teer oder Tensiden

Zurück nach Hohenferchesar: „In den Ferien erleben wir einen wahren Ansturm von Badegästen. Die kommen nicht nur aus dem Dorf. Es sind Brandenburger, Milower, Brielower und andere Besucher. Sie loben die Sauberkeit“, berichtet Platzleiterin Ursula Köchy nicht ohne Stolz. Zusammen mit ihrem Mann hält sie die Badestelle rein. Gesundheitsprüferin Simone Ridl bescheinigt Hohenferchesar ein gutes äußeres Erscheinungsbild: „Hier kommt man doch gerne her.“ Ihre geschulten Augen entdecken keine Rückstände von Ölen, Teer oder Tensiden.

Auch der pH-Wert geht mit 6,85 völlig in Ordnung und bescheinigt damit dem Badewasser einen neutralen Charakter. Mit 23,6 Grad erreicht der Pritzerber See fast Mittelmeertemperatur. Bis zum Wochenende dürfte sich das Wasser weiter erwärmen. Ob diese Entwicklung das Algenwachstum beschleunigt, muss abgewartet werden. Bis jetzt jedenfalls kann von einer Massenexplosion keine Rede sein.

„Immerhin sollten Badende selbst ein Augenmerk auf sichtbare Veränderungen haben“, rät Simone Riedl. Eine starke grünliche Trübung des Badewassers und zeitweilige Schlierenbildungen könnten von giftigen Blaualgen verursacht sein. Dann sind besonders Kinder gefährdet, wenn sie mehrere Tage hintereinander beim Baden algenhaltiges Wasser geschluckt haben. Sie könnten unter Durchfall, Übelkeit und Erbrechen klagen.

Zahlen und Fakten

Der Fachdienst Gesundheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark überwacht in der Badesaison 2014, die vom 15. Mai bis 15. September geht, insgesamt 43 Badestellen an 27 öffentlichen Badegewässern.
Im Brandenburger Umland werden 19 Badestellen an folgenden Badegewässern überwacht: Beetzsee, Pritzerber See, Colpinsee, Emstaler Schlauch, Erdeloch Roskow, Gohlitzsee, Görnsee, Havel, Klostersee, Netzener See, Reckahner Autobahnsee, Riewendsee und Wusterwitzer See.
Die Überwachung beinhaltet die Begehung der Badestelle und die Entnahme einer Wasserprobe zur mikrobiologischen Untersuchung. Zusätzlich zu diesen im Labor ermittelten Werten, werden folgende Parameter erhoben: Messung der Luft- und Wassertemperatur, pH-Wert, Sichttiefe und Sauerstoffgehalt.

Unzureichend ist die Sichttiefe des Pritzerber Sees. Simone Ridl lässt die schwarz-weiße Secchi-Scheibe ins Wasser sinken. Schon nach 50 Zentimetern ist das Messinstrument aus der Sicht verschwunden – ein Anzeichen für einen hohen Nährstoffgehalt, der einem den Badespaß jedoch nicht verderben muss. Allerdings sollte man Kinder verstärkt im Auge behalten.
Nichts mit der Wasserqualität, aber mit der Zufahrt zum Campingplatz hat die jüngste Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung von Havelsee zu tun. Der unbefestigte Weg soll in diesem Jahr endlich planiert werden.

Von Frank Bürstenbinder

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