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Brandenburg/Havel Landwirt schlägt Wölfe mit Eseln in die Flucht
Lokales Brandenburg/Havel Landwirt schlägt Wölfe mit Eseln in die Flucht
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18:04 23.12.2013
Bauer Marco Hintze ist zum Schutz seiner Kälber auf den Esel gekommen. Quelle: Claudia Nack
Gross Kreutz

Landwirt Marco Hintze aus Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark) hält sich Esel nicht wegen der Weihnachtsgeschichte oder zum Tragen von Lasten, sondern als „Wachhunde“. Die am Martinstag geborene kleine „Martina“ ist bei seinen beiden Kindern der Star. Doch die Anschaffung der Eselfamilie, zu der noch Mutter stute „Marja“ und deren Sohn „Felix“ gehören, hat einen ernsten Hintergrund.

„Sie sollen meine Tiere vor Wölfen schützen“, sagt der Krielower, der 250 Fleischrinder hält, davon 80 Mutterkühe. Jetzt, im Winter, stehen sie im Stall. Von Ostern bis Oktober auf der Weide. In der Saison 2012 hatte der 41-Jährige fünf Kälber verloren. Ausgerechnet Himmelfahrt machte er den ersten grausigen Fund. Bis auf eine vom Landeslabor bescheinigte Totgeburt, bleibt Hintze dabei: „Der Wolf hat die anderen Kälber gerissen.“ Und er berichtet von Jägern, die einen Wolf in der Schmergower Gemarkung gesichtet hätten. Nachweisen konnte er seinen Verdacht allerdings nicht, weil er die gesetzliche Frist von 24 Stunden zur Begutachtung eines toten Tieres durch Experten nicht einhalten konnte. „Denn es ist nicht zu schaffen, das weitläufige Weidegelände jeden Tag zu kontrollieren.“ Der Wolfsbeauftragte des Kreises Torsten Fritz bezweifelte damals anhand der Fotos, dass ein Isegrim am Werke war und ging von kleineren Räubern als Aasfresser aus.

Doch Hintze lässt sich nicht beirren. Da er wegen der verstrichenen Frist keine Entschädigung bekam, hat er selbst die Initiative ergriffen und sich im Internet schlau gemacht, wie man sich vor Wölfen schützen kann. Dabei kam er auf den Esel. Auch ältere Leute hätten ihm davon erzählt. „In Rumänien und Bulgarien halten Schäfer in den Bergen neben Hunden auch Esel.“ Ihr Vorteil: Sie fressen das Gleiche wie Rinder und Schafe. Vor allem vertreiben sie Isegrim, der bei uns unter strengem Artenschutz steht, durch ihr lautes I-ah.

Bisher schlagen die Langohren im Stall auf dem Hof Alarm. „Ich wollte sie erst an die Rinder gewöhnen. Außerdem war der Geburtstermin von Martina ungewiss“, sagt Hintze, der 2013 ohne Verluste durchs Jahr kam. Als er die Esel zu Ostern kaufte, wusste er nur, dass die Stute tragend war. Nächste Saison sollen sie mit auf die Weide. Der Unfalltod eines vermutlich aus dem Lehniner Rudel stammenden jungen Wolfes vorige Woche auf der Autobahn zwischen Groß Kreutz und dem Dreieck Werder bestärkt ihn. Im Frühjahr sei bei Glindow einer überfahren worden. „Ich bin kein Wolfsgegner, sondern lebe als Landwirt mit und von der Natur“, so Hintze. „Doch was wird aus alten Wölfen, die keinem Wild mehr nachjagen können?“

Bei Groß Kreutzer Kindern ist das i-ahende Trio nicht nur in der Weihnachtszeit eine Attraktion.

Von Claudia Nack

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