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Brandenburg/Havel Die Gemeinschaft zählt
Lokales Brandenburg/Havel Die Gemeinschaft zählt
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16:23 31.07.2018
Mitarbeiter der Lebenshilfe trainieren am Wendsee fürs Brückenschwimmen am kommenden Wochenende. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Die meisten Frauen und Männer kennen die Schwimmroute schon: Von der Plauer Badestelle am Wendseeufer neben der Fahrrinne in Richtung Kirchmöser bis kurz vor den Reusen und dann zurück. das entspricht ungefähr der Strecke, die auch am Sonnabend beim diesjährigen Brückenschwimmen zwischen Jahrtausend- und Luckenberger Brücke zu absolvieren ist. Die anderen Badegäste schauen kurz auf, lassen die aufgeregte Gruppe aber agieren. Viele wissen seit Jahren, dass die Lebenshilfe-Mitglieder regelmäßig hier kurz vor dem Event trainieren. Das gemeinsame ins-Wasser-stürzen ist seit Jahren ein festes Ritual, ebenso das Begleiten der Schwimmer mit einem Boot der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Mit der DLRG, die auch das Brückenschwimmen organisiert und veranstaltet, hat sich über die Jahre eine feste Kooperation entwickelt, die gut gepflegt wird. Auch wenn die behinderten Mitarbeiter der Lebenshilfe in der Regel fit und sportlich sind und alle gut schwimmen können, gibt es Momente, wo Hilfe nötig ist. Im vergangenen Jahr beispielsweise musste während des Brückenschwimmens Dennis Harms sicherheitshalber ins DLRG-Boot genommen werden. Der sehschwache Mann hatte auf dem Rückweg zur Jahrtausendbrücke im Regen mit der Orientierung und mit der Strömung zu kämpfen und kam schließlich nicht mehr dagegen an, schwamm auf der Stelle. Für dieses Jahr hat er sich ganz fest vorgenommen, die Strecke komplett zu bewältigen.

„Zwei Dutzend Teilnehmer haben wir schon gemeldet, vielleicht kommen ein paar Kurzentschlossene noch dazu“, sagt Katrin Pohlmann vom Lebenshilfe-Verein. Und weil dieser soi etwas wie ein „Großkunde“ ist, gibt es bei der DLRG auch einen kleinen Rabatt: Statt sieben Euro Startgebühr zahlen die Mitarbeiter nur drei Euro, der Verein legt zudem noch eine kleine Summe obendrauf. Wie in jedem Jahr.

Von André Wirsing