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Brandenburg/Havel Lehrstellenbewerber haben die Wahl
Lokales Brandenburg/Havel Lehrstellenbewerber haben die Wahl
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15:19 26.02.2018
   Quelle: dpa
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Brandenburg/H

 Der Ausbildungsmarkt hat sich endgültig gedreht, auch in Brandenburg. „Der Lehrstellenboom läuft weiter“, so drückte es die Brandenburger Arbeitsagenturleiterin Monika Ubach am Dienstag aus. Im Großraum Potsdam/Brandenburg stieg die Zahl der betrieblichen Ausbildungs verglichen mit 2014 um 500 auf knapp 3000. Auf der anderen Seite stehen knapp 1900 Jugendliche, die an einer Ausbildungsstelle interessiert sind.

In Brandenburg und Umgebung sieht es ähnlich aus. Dort meldet die Agentur ein Verhältnis von 515 betrieblichen Ausbildungsplätzen und 376 ausbildungsinteressierten Jugendlichen. Runtergerechnet liegt dieses Verhältnis damit bei 1,4:1.

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Mehr Ausbildungsplätze als Bewerber

„Wir schärfen den Ausbildungsbetrieben ein, geeignete Bewerber nicht mit einem Ausbildungsvertrag hinzuhalten und nicht darauf zu warten, dass noch jemand Besseres des Weges kommt“, berichtet Monika Ubach. Das funktioniere so nicht mehr. Vielmehr steige dann das Risiko, dass sich die Jugendlichen etwas anderes suchen.

Die Agenturleiterin glaubt auch nicht, dass noch in nennenswerter Zahl Interessenten hinzu kommen werden, bis im September das neue Ausbildungsjahr beginnt. Sie empfiehlt den Betrieben, frühzeitig ihre Ausbildungsvertrag abzuschließen und in den folgenden Monaten etwas über Praktika den Kontakt zu den betreffenden Jugendlichen zu halten.

Agentur erwartet noch zusätzliche Bewerber

Sonst könne es passieren, dass zum Ausbildungsstart am Ende niemand erscheint. Denn es gebe inzwischen durchaus junge Leute, die mehrere Ausbildungsverträge abschließen. Oder sich im September gar nicht mehr an ihre Unterschrift vom Februar oder März erinnern.

Monka Ubach berichtet, dass die Agentur Abiturienten inzwischen empfehle zu prüfen, ob ein dualer Studiengang für sie in Frage kommt. Diese Möglichkeit, parallel zu studieren und einen Beruf zu erlernen, hält die Agenturleiterin für arbeitsmarktgerecht und karriereförderlich.

Von Jürgen Lauterbach

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