Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Wohngebiet wächst und wächst – nun kommt die Scholle auch ans Netz
Lokales Brandenburg/Havel Wohngebiet wächst und wächst – nun kommt die Scholle auch ans Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:09 12.06.2019
Die Fahrbahn im Birkenweg zwischen Buchen- und Eichhorstweg ist in einem desolaten Zustand. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Die Eigene Scholle zählt mittlerweile weit mehr als 4000 Einwohner, zahllose Einfamilien- und Reihenhgäuser sind entstanden. Straßenbau und Abwassererschließung kamen bei dem Tempo gar nicht hinterher.

Ab nächstes Jahr soll die Infrastruktur des Wohngebietes weiter verbessert werden. Zuerst kommt der Birkenweg zwischen Buchen- und Eichhorstweg an die Reihe, sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) auf MAZ-Anfrage.

„Wir wollen den Stadtverordneten in der zweiten Jahreshälfte das Fortschreiben des Abwasserbeseitigungskonzepts vorschlagen. Es gab dazu bereits Vorabstimmungen, an welcher Ecke der Scholle wir beginnen. Wir haben uns dann entschieden, in der Reihenfolge Birkenweg, Mittelweg, Eichhorstweg zu erschließen.“

Die Alternative seien Erlenweg und Rüsternweg gewesen, doch ist das komplizierter, weil dort noch ein größeres Zwischenpumpwerk fehle. Grundsätzlich werde über Freispiegelleitungen entwässert, doch muss das Abwasser zwischendurch immer mal wieder „angeschubst“ werden.

Erst Leitungen, dann Fahrbahnen

„In der Folge des Verlegens von Trink- und Abwasser werden wir natürlich als Stadt die Fahrbahnen erneuern müssen“, sagt Scheller.

Das macht der Wasserver- und Entsorger Brawag auch zur Bedingung: „Die Baumaßnahmen werden nur dann im kommenden Jahr durchgeführt, wenn die Stadt die Straße 2020 zwischen Binnenfeld und Eichhorstweg erneuert“, sagt Unternehmenssprecherin Heike Beckmann. Der neue Abwasserkanal werde an das Pumpwerk Eichhorstweg angebunden.

Das Abwasser wird in einer Freigefälleleitung bis zum Pumpwerk in vier Metern Tiefe geführt, deshalb sei eine teilweise Grundwasserabsenkung erforderlich. Parallel werden die Trinkwasserleitungen aus Stahl durch neue aus Polyethylen ersetzt. Die Abwasserrohre haben eine Nennweite von 200 Millimetern, die fürs Frischwasser von 80 Millimetern.

80 Haushalte am Netz

80 Haushalte bekommen dann Anschlüsse für beide Medien. „Die Planungen sind noch im Entwurf, die Bauzeit steht daher noch nicht abschließend fest“, sagt Heike Beckmann. Die Ausführungsplanung müsse aber dieses Jahr erfolgen, um im kommenden Jahr bauen zu können.

Es seien noch umfangreiche Abstimmungen mit der Stadt erforderlich, beispielsweise zum Aufbau der Straße, zum Koordinieren der Straßenbaumaßnahmen mit der Leitungsverlegung. Die Brawag investiert im Birkenweg etwa 600.000 Euro ins Abwasser und etwa 350.000 Euro ins Trinkwasser.

Die Stadt erledigt derweil auch ihre Hausaufgaben: „Die Vorarbeiten für den Straßenbau sollen ab 2020 laufen, um unmittelbar nach Abschluss der Erschließungsarbeiten der Brawag, die vorgelagert in 2020 stattfinden sollen, dann den Straßenbau durchführen zu können“, sagt der fürs Bauen zuständige Fachbereichsleiter Hans-Joachim Freund. „Wir können die Straße auch erst im Haushalt 2021 verankern und tun dies auch.“

Von André Wirsing

MAZ Service: MAZimmo.de

Sie suchen eine Immobilie in Brandenburg an der Havel?

Wir haben die Lösung!

Das ganze Auto riecht nach Cannabis, der Fahrer selbst ist aber gerade drogenfrei. Den kontrollierenden Polizeibeamten kommt ein anderer Verdacht – und sie sollten Recht behalten, wie eine Kontrolle zeigte.

10.06.2019

In der Stadt Brandenburg gibt nach den Sommerferien etwas mehr Erstklässler als derzeit. Die Fontane-Grundschule kann sogar eine zusätzliche Klasse eröffnen. Das hat aber einen besonderen Grund.

10.06.2019

Aus alten Jeans entwirft die Brandenburgerin Natalie Schramke neue Kleidungsstücke. Die Mode- und Textildesignerin will so ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen und hofft auf bessere Produktionsbedingungen.

10.06.2019