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Brandenburg/Havel Linke: Kostenfreies Baden in den Ferien
Lokales Brandenburg/Havel Linke: Kostenfreies Baden in den Ferien
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12:03 10.09.2019
Sommer im Marienbad Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Solche Anträge erwartet man in der Regel in akuten Wahlkampfzeiten. Doch da ist vorerst Ruhe, nachdem Stadtverordnetenversammlung und Landtag in diesem Jahr bereits neu gewählt worden sind.

Die Fraktion der Linken hat ihn dennoch eingebracht, reihum beraten darüber die Ausschüsse und am 25. September die Stadtverordnetenversammlung: Das Baden für Kinder und Jugendliche bis zum Altern von 16 Jahren soll kostenfrei sein in der Ferienzeit.

„Chance für Sport und Spaß“

Nicht näher spezifiziert haben die Antragsteller, ob nur die „großen“ Ferien gemeint sind oder alle. „Mit diesem Angebot würde die Stadt Brandenburg ein familienfreundliches Ferienangebot schaffen, das sich jeder leisten kann. Das Marienbad soll insbesondere für Schüler eine Chance für Sport, Spaß und Begegnung sein“, heißt es lediglich im Antrag.

Nichtschwimmerquote senken

Damit solle auch noch ein zweites Ziel verfolgt werden: „Ebenfalls möchten wir mit diesem Angebot vorbeugen, dass ein Volkssport ausstirbt und, dass die Nichtschwimmerquote von beispielsweise Zehnjährigen wieder gesenkt wird. Die von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG genannte Zahl von 50 Prozent Nichtschwimmern in diesem Alter in der Bundesrepublik muss zurückgedrängt werden. In den 1990er-Jahren lag die Quote bei zehn Prozent.“ Dazu soll in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund geprüft werden wie in der Ferienzeit verstärkt Schwimmunterricht für Nichtschwimmer angeboten werden könne.

Verwaltung hat gerechnet

In der Verwaltung hat man sich bereits mit dem Antrag schon einmal befasst. Werkleiter für den Eigenbetrieb Marienbad ist Fred Ostermann. Er hat schon einmal durchgerechnet, was der freie Eintritt die Stadt kosten würde. „Ich habe mal alle Ferien genommen und fürs ganze Bad gerechnet. Da ergibt sich ein Fehlbetrag von etwa 110.000 Euro für alle Einrichtungen. Soll der freie Eintritt nicht für die Sauna gelten, kämen wir auf 94.000 Euro.“

Stadt müsste ausgleichen

Diese Summe müsste die Stadt auf jeden Fall ausgleichen, das könne nicht über das laufende Marienbad-Budget aufgefangen werden. Die Einrichtung müsse ohnehin dauernd Geld aufwenden, um alle Anlagen und Gebäude instand zu halten. „Da reihen sich Beträge von jeweils 200.000 Euro fast nahtlos aneinander.“ Den freien Eintritt müsse sich die Stadt leisten wollen – und den Fehlbetrag ausgleichen, wenn es politischer Wille werde.

Nur kleine Warteliste

Entspannter sieht Ostermann die Frage der Schwimmkurse. Aktuell gebe es zwar Wartezeiten, doch seien diese überschaubar. 17 Menschen, vor allem Kinder, stehen auf der Warteliste. Das entspreche etwa zwei Kursen, die für jeweils sieben bis neun Teilnehmer gegeben werden. In der Regel sind das 15 Trainingseinheiten von jeweils 45 Minuten, zweimal pro Woche.

In den Sommerferien biete das Marienbad auch Crashkurse von zehnmal 60 Minuten an. „Das Problem liegt nicht unbedingt beim Angebot, sondern darin, dass manche Eltern vor dem Preis zurückschrecken oder vor dem Aufwand, das Kind so oft bringen und holen zu müssen.“

Von André Wirsing

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