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Brandenburg/Havel MAZ-Sterntaler: Familie Marian hofft nach dem Tod ihrer Tochter auf Hilfe
Lokales Brandenburg/Havel MAZ-Sterntaler: Familie Marian hofft nach dem Tod ihrer Tochter auf Hilfe
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18:31 25.11.2019
Jaxon, seine Mutter Anja Marian, die Töchter Kimberly und Skylar und Familienvater Roberto Marian hoffen auf finanzielle Unterstützung für den Grabstein ihrer Tochter Casey. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Trauer, Tränen und Leere begleiten die Brandenburger Roberto und Anja Marian seit Monaten. „2019 war für uns ein absolutes Horror-Jahr, dass sich nie wiederholen soll“, sagt die 31-jährige Brandenburgerin.

Die Mitglieder der Familie Marian erlebten 2019 ein Horror-Jahr. Ihre Tochter Casey verstarb im Alter von sieben Monaten, die Brandenburger gewähren private Einblicke und hoffen auf Hilfe.

Baby stirbt im Alter von sieben Monaten

Im Wohnzimmer betrachtet sie Bilder ihrer Tochter Casey, die Fotos zeigen ein lachendes Baby, das spielt. Es sind glückliche Momente aus dem Alltag. Doch die Schnappschüsse lassen Anja Marian verstummen, sie erinnert sich daran, wie ihre Tochter am 17. März 2019 im Alter von sieben Monaten am sogenannten Respiratorischen Syncytial (RS)-Virus verstarb.

Der Säugling litt seit Anfang Februar an einer schweren Bronchitis, zwischenzeitlich verbesserte sich Caseys Zustand, doch die Entzündung heilte laut Mutter Anja Marian nie vollständig aus.

Caseys Gesundheitslage verschlechterte sich ab dem 10. März dramatisch, ihre Schwester Emily fand sie mit blaugrauen Verfärbungen im Gesicht. Roberto und Anja Marian riefen sofort den Notarzt. Casey kam zunächst ins städtische Klinikum, wurde dann ins künstliche Koma versetzt, Ärzte teilten den Eltern mit, dass ihr Baby in das Berliner Virchow-Klinikum gebracht werden muss.

Keine Chance gegen den RS-Virus

Einen Tag später fliegen Mediziner Casey mit einem Hubschrauber in den Ortsteil Wedding. Tagelang kämpfen Ärzte gegen den RS-Virus in ihrem Körper, doch das Mädchen hat keine Chance. „Die Mediziner entdeckten bei Blutproben, dass sie acht verschiedene Bakterien und Infektionen im Blut hatte“, sagt Anja Marian. Die Erkrankung war so schwer, dass sich Löcher in die Organe des Säuglings bohrten.

Familie trauert täglich

Der Verlust ihres Kindes hinterlässt nach Monaten eine nicht zu füllende Lücke im Leben der Familie Marian. Die vier Kinder Jaxon, Kimberly, Emily und Skylar vermissen ihre Schwester, jeder von ihnen geht anders mit dem Verlust um. Während der sechsjährige Jaxon sehr lebhaft ist, denkt die Zwölfjährige Emily häufiger nach.

Im Flur ihrer Wohnung haben Roberto und Anja Marian einen Traueraltar mit Bildern, Kerzen und Steinen aufgestellt. Sie sind mit den Gravuren „In Erinnerung an einen wundervollen Menschen“ und „In stiller Trauer“ beschriftet. Für den 33-jährigen Roberto Marian sind das mehr als nur Worte.

Kinder und Eltern halten zusammen

„Sie zeigen, wie schnell ein junges Leben vorbei sein kann. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass das Leben unserer kleinen Tochter so endet. Es ist wichtig, dass wir als Familie zusammenhalten und jeden Tag, den wir gemeinsam verbringen ehren“, sagt der Familienvater.

Die Familie lebt seit Dezember 2018 im Stadtteil Hohenstücken, in der Max-Herm-Straße haben sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen Freunde und Vertraute gefunden, die im Ernstfall für sie da sind. Der Tod ihrer Tochter trifft Roberto und Anja Marian auch finanziell, aktuell müssen sie noch 190 Euro für die Beerdigung und 1200 Euro für den Granit-Grabstein bezahlen.

So können Sie für MAZ-Sterntaler spenden

Bei der MAZ-Sterntaler-Aktion unterstützen MAZ-Leser Menschen, die unverschuldet in Not oder eine schlimme Situation geraten sind. Sie sollen ein Weihnachtsfest bekommen, an das sie gern zurückdenken.

Bitte überweisen Sie ihre Spenden für die Familie Marian und andere Sterntalerwohltaten auf das dankenswerterweise vom DRK-Kreisverband bei der Brandenburger Bank geführte Sterntaler-Spendenkonto mit der IBAN-Nummer: DE 77 1606 2073 0100 0707 00.

Bitte geben Sie als Spendenzweck „MAZ-Sterntaler“ an und nennen Sie Namen und Adresse, damit das DRK anschließend eine Spendenquittung ausstellen kann.

Bei Spenden bis zu 200 Euro reichen der entsprechende Kontoauszug oder Einzahlungsbeleg zur Vorlage beim Finanzamt.

Wer einen höheren Betrag spendet, dem stellt der DRK-Kreisverband eine Spendenquittung aus. Bitte geben Sie in dem Fall als Spendenzweck „MAZ-Sterntaler“ an und nennen Sie Namen und Adresse.

Wunsch nach Unterstützung

„Wir haben nach Caseys Tod vieles schleifen lassen, dachten zunächst nicht an alle Rechnungen. Wir haben eine Ratenzahlung vereinbart. Es würde ungefähr noch ein Jahr dauern, bis der Grabstein abbezahlt ist. Jede Unterstützung hilft uns“, sagt Mutter Anja. Während Vater Roberto Marian als Berufskraftfahrer arbeitet, ist Mutter Anja Hausfrau und erhält Wohngeld.

Sie und ihr Ehemann wünschen sich vor allem, dass die Kinder gesund bleiben. Beide Eltern betonen, dass Weihnachtsgeschenke an zweiter Stelle stehen. „Wir können nicht viel geben, ich will ihnen aber mit Kleinigkeiten wie Bastelsachen eine kleine Freude bereiten“, sagt die 31-Jährige, die den familiären Zusammenhalt beschwört.

Einmal in der Woche läuft die Familie zu Caseys Grab auf dem Hauptfriedhof Görden in der Sophienstraße und erinnert sich an ihre Tochter, die nur sieben Monate alt wurde. „Wir vermissen unseren kleinen Engel“, sagt Anja Marian und zündet gemeinsam mit ihrem Mann Roberto eine Kerze an.

Von André Großmann

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