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Brandenburg/Havel Mai-Demo: Gemeinsam für ein solidarisches Europa
Lokales Brandenburg/Havel Mai-Demo: Gemeinsam für ein solidarisches Europa
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13:42 01.05.2019
„Für ein solidarisches Europa“: Etwa 100 Teilnehmer beteiligten sich am traditionellen Demonstrationszug zum Tag der Arbeit.
„Für ein solidarisches Europa“: Etwa 100 Teilnehmer beteiligten sich am traditionellen Demonstrationszug zum Tag der Arbeit. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Tag der Arbeit, Maifeiertag, Kampftag der Arbeiterbewegung: Die internationale Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung feiert weltweit seit mehr als 120 Jahren den 1. Mai.

Etwa 100 Demonstrationsteilnehmer zogen vom Steintorturm zum Altstädtischen Markt.

Am Mittwoch rief der Deutsche Gewerkschaftsbund auch dieses Jahr wieder bundesweit zu Kundgebungen auf. Ziel war es, gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen, anständige Löhne sowie gegen gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung auf die Straße zu gehen.

Demonstrieren für ein gemeinsames Europa

Unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig“ trafen sich am Vormittag etwa 100 Demonstranten vor dem Steintorturm in Brandenburg an der Havel. Beim traditionellen Demonstrationszug durch die Havelstadt liefen Bürger und Vertreter der Gewerkschaften verdi, IG Metall (IGM), IG Bau Berlin sowie von Parteien wie SPD, Die Linke und DKP von dort über die Steinstraße durch die Haupt- und Ritterstraße zum Altstädtischen Markt. Angeführt wurden sie dabei von der Märkischen Schallmeienkapelle.

Unter den Teilnehmern, die auf ihren Transparenten unter anderem Abrüstung, gerechte Löhne und eine faire Gesundheitsvorsorge forderten, befanden sich sowohl erfahrene Demonstrationsgänger als auch junge Protestneulinge.

Protest gehört dazu

„Ich laufe eigentlich jedes Jahr mit“, sagt Ursula Kirchner. „Schließlich ist das für Gewerkschafter wichtig und gehört einfach dazu.“ Die 84-jährige Havelstädterin ist zwar schon lange Rentnerin, aber immer noch Mitglied der IGM. Ebenso möchte sie so auf die anstehenden Europawahlen hinweisen: „Es ist eine ganz wichtige Geschichte, dann wählen zu gehen“, mahnt Kirchner.

Erste Demo-Erfahrungen

Erste Demo-Erfahrungen sammelte hingegen Linda Jacobs. „Meine Mama hat erzählt, dass Arbeitsrechte besser werden sollen“, sagt die Zehnjährige, die sich gemeinsam mit ihrem Bruder in den Protestzug einreihte. „Leider liegt sie krank im Bett und meinte, wir können aber mitlaufen, wenn wir wollen.“

Das sei schließlich besser als zu Hause zu sitzen und Süßigkeiten zu essen. Die Schülerin möchte auch nächstes Jahr wieder dabei sein – „schließlich muss man für Sachen kämpfen, die man mag“, so Jacobs.

Von Tobias Wagner