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Brandenburg/Havel Marc Puhlmann liebt Karate und will für die FDP in den Landtag
Lokales Brandenburg/Havel Marc Puhlmann liebt Karate und will für die FDP in den Landtag
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12:46 19.08.2019
Marc Puhlmann entspannt gern in der Natur und ist leidenschaftlicher Karateka. Der 39-Jährige will für die FDP in den Landtag. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Karate ist Marc Puhlmanns Leidenschaft, aus seinen sportlichen Erlebnissen zieht der FDP-Landtagskandidat Lehren für den Alltag. „Dort bin ich genau wie in der Politik nicht allein, tausche mich mit anderen aus, gestalte mit ihnen Inhalte und muss Kompromisse finden“, sagt der 39-Jährige der MAZ.

Gegen One-Man-Shows

Der selbstständige Finanzkaufmann steht nicht auf One-Man-Shows, prominente Namen bedeuten ihm nicht viel. „Am Ende sitzen wir alle gemeinsam am Verhandlungstisch und das idealerweise auf Augenhöhe“, sagt der Brandenburger. Bei der Landtagswahl am 1. September tritt er im Wahlkreis 17 als Direktkandidat für die Liberalen an.

Mit seinem Lebensmotto „Gedanken führen zu Gefühlen, Gefühle zu Handlungen, Handlungen zu Ergebnissen“ will er Politik gestalten und mit Mut zu neuen Ideen, Ehrgeiz und Disziplin punkten. Aktuell studiert Marc Puhlmann berufsbegleitend Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Finanzierung und Investition und will in diesem Jahr seine Bachelorprüfung zum Thema „Portfoliomanagement für Privatanleger“ meistern.

Sportler mit privatem Glück

Privat ist er mit seiner Freundin Nadin Schmidt glücklich, vor elf Wochen wurde Puhlmann zum zweiten Mal Vater. Wenn es die Zeit zulässt, trainiert er einmal wöchentlich in den Räumen des Vereins Sho Dan Sha Kai. Das ist japanisch und heißt soviel wie Gesellschaft der Kleinen Meister. Hier engagierte sich Marc Puhlmann als Kampfsporttrainer und predigt Gewaltfreiheit.

Marc Puhlmann ist leidenschaftlicher Karateka und will seine sportlichen Erfahrungen auch in der Politik nutzen. Quelle: André Großmann

Der Ehrenpräsident des Brandenburger Karate-Dachverbandes hat den schwarzen Gürtel und betont, dass Sportler für ihr Training auch Entbehrungen in Kauf nehmen müssen, um „später vielleicht einen Erfolg einzufahren. Dabei sei es wichtig, fokussiert und diszipliniert zu sein. Am Ende ist die Kunst, Kompromisse zu finden, Themen zielführend umzusetzen und konsequent zu handeln“, sagt Puhlmann.

Diese Erkenntnisse fielen ihm nicht immer leicht, doch er will sie in die politische Arbeit und das Berufsleben mitnehmen. „Ich neige dazu, mich in meiner Arbeit und meinen Projekten zu verlieren und stelle dann nicht fest, wenn es zu viel ist“, sagt der FDP-Kandidat. Seine Partnerin Nadin teilt ihm jedoch mit, wenn dieser Fall erneut eintreten sollte. Kraft für neue Ideen tankt er auf seiner Joggingstrecke, die ihn durch den Brandenburger Theaterpark, entlang des Mühlendamms und über das Packhofgelände führt.

Neuling in der Politik

Im Januar 2019 fällte Marc Puhlmann die Entscheidung, sich politisch zu engagieren und suchte das Gespräch mit den Liberalen. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai holte der gebürtige Brandenburger 340 Stimmen und ist seit Ende Juni Vize-Chef des Kreisverbandes.

Marc Puhlmann will seinen Wählern beweisen, dass er kein Mensch ist, der Gespräche ablehnt und lächelt, als er auf seine Wahlplakate mit dem Slogan „Brandenburg wächst mit seinen Menschen“ angesprochen wird. „Es ist wichtig, Anreize für junge Familien zu schaffen, die in die Havelstadt ziehen wollen“, sagt der Liberale der MAZ. Für die Zukunft fordert er deshalb eine ganzheitliche Kinderbetreuung, bessere Taktzeiten für Pendler und die Sanierung von Straßen.

Für ihn hat Brandenburg „viel Potenzial, sowohl touristisch als auch kulturell. Und wir brauchen hier immer Leute, die Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen“, sagt er der MAZ. Gedanklich beschäftigt sich der Finanzkaufmann häufiger mit der Frage, wie sich Brandenburg an der Havel bis zum Jahr 2030 oder 2040 entwickelt.

Wunsch nach digitalen Schulen

Der Landtagskandidat fordert „mehr Digitalisierung statt Bürokratie in der Verwaltung“, erhofft sich mehr Personal für die Polizei und eine bessere technische Ausstattung der Schulen. Für ihn bedeutet dies, die Schulen auf die Zukunft vorzubereiten. „Wenn Schüler ihre Hausaufgaben digital erledigen und Lehrer diese direkt einsehen können, wäre das schon sinnvoll“, sagt Puhlmann.

Er betont, dass die Liberalen einen Kooperationsvertrag mit der Fontane-Grundschule geschlossen haben, um diese im Verlauf des Jahres mit Whiteboards auszustatten. Die Bildungspolitik der Landesregierung kritisiert der 39-Jährige mehrfach. „Wenn ich mir allein den Lehrermangel ansehe, gab es in den letzten Jahren viele Versäumnisse“, sagt er der MAZ.

Hoffnung auf mehr Bürgerbeteiligung

Puhlmann hofft, dass Schüler „entsprechend ihrer Talente gezielter auf das Berufsleben vorbereitet werden.“ Seiner Ansicht nach bringt es wenig, sowohl Jugendliche mit Lerndefiziten als auch mit guten Noten in einer Klasse zu unterrichten. Der Politik-Neuling wünscht sich mehr Bürgerbeteiligung und kann sich vorstellen, dass die Verwaltung die Ergebnisse von Online-Umfragen zur Gestaltung politischer Ideen nutzt. „Wer nicht teilnimmt, braucht sich dann im Nachgang nicht zu beschweren, wenn Veränderungen stattfinden, die ihm nicht gefallen. Es geht nicht darum zu meckern, sondern anzupacken“, kommentiert der Brandenburger.

Gespräche mit jeder Partei

Er will, dass Inhalte im Vordergrund stehen und sich Gesprächspartner respektvoll begegnen, will „niemanden von vornherein verteufeln“ und deshalb mit allen anderen Parteien den Dialog suchen, auch mit der AfD. „Ich bin liberal genug, um zu überlegen, ob manche Inhalte von einigen Parteien zukunftsorientiert oder richtungsweisend sind“, sagt Puhlmann der MAZ. Er hält es für realistisch, dass die FDP bei den Landtagswahlen am 1. September „um die sechs Prozent“ der Wählerstimmen holt.

Wo eine mögliche Wahlparty steigt, wollen die Liberalen laut Puhlmann noch überlegen. Er sei gespannt auf das Ergebnis und gehe gelassener durch das Leben als vor ein paar Jahren. „Mittlerweile schlafe ich auch mal eine Nacht über Entscheidungen, die mich früher unruhig machten“, sagt der Brandenburger. Und wenn er mal den Kopf frei bekommen und abschalten will, hilft ihm das Karate-Training.

Von André Großmann

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