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Brandenburg/Havel Unfallkanister sind weg
Lokales Brandenburg/Havel Unfallkanister sind weg
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16:05 25.01.2019
Der Chemie-Unfall in Prützke hatte einen Großeinsatz ausgelöst. Quelle: Meetingpoint Brandenburg
Prützke

Der Zwischenfall in der Recyclinghalle des Entsorgers Mebra im Kloster-Lehniner Ortsteil Prützke hat einen glimpflichen Ausgang genommen. Zwei der drei leicht verletzten Mitarbeiter sind am Freitag wieder dienstfähig zur Arbeit erschienen.

Die Kanister mit Resten von Zusatzstoffen aus der Lebensmittelindustrie sind am Freitagmorgen komplett verladen und in den Recyclingpark nach Brandenburg an der Havel gebracht worden. Dort kamen sie in einen langsam drehenden mechanischen Zerkleinerer und wurden dann mit Sperrmüllresten vermischt, erläutert Mebra-Geschäftsführer Holger Ulbricht. „Dieses Vorgehen ist am Donnerstagabend mit den Vertretern des Landesamtes für Umwelt so besprochen beziehungsweise von ihnen vorgegeben worden.“ Glücklicherweise habe sich am Freitag noch ein Spediteur gefunden, der die zerkleinerten Reste zur Verbrennungsanlage nach Staßfurt in Sachsen-Anhalt brachte. Die Anlage wird von der Firma Remondis betrieben, die auch mit 48 Prozent an der Mebra beteiligt ist. Das Mischen mit dem Sperrmüll war notwendig, weil sonst der Brennwert, also die in einem Stoff chemisch gebundene Energie, zu hoch gewesen wäre.

Ulbricht berichtet, dass die Mebra keine Schuld an dem Zwischenfall trage, sie habe vor der Hauptlieferung der Kanister erst eine Probelieferung verlangt, die technisch in Ordnung gewesen sei. Erst bei den anderen zur Zerkleinerung vorgesehenen Kanistern habe es Reststoffe der reizenden Aroma-Nitrate gegeben. Die Behälter seien unzureichend geleert gewesen, das Spülen sei schwierig, weil die Flüssigkeit sich nicht mit Wasser verbindet. Weil es nur Reste waren, habe die Entzündungstemperatur bei mindestens 50 Grad Celsius gelegen, eine direkte Gefahr für die Mitarbeiter habe nie bestanden.

Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) hat am Freitag über Ulbricht den leicht verletzten Mitarbeitern Grüße ausgesprochen.

Von André Wirsing

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