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Brandenburg/Havel Mechaniker prellt Kunden in Plaue: Knapp drei Jahre Haft
Lokales Brandenburg/Havel Mechaniker prellt Kunden in Plaue: Knapp drei Jahre Haft
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15:56 27.12.2019
Im Amtsgericht Brandenburg an der Havel wurde das Urteil gegen den Kfz-Mechaniker verhängt. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Der Betrüger vom Plauer Hafen muss erneut ins Gefängnis. Das Schöffengericht in Brandenburg/Havel hat Nicky M. zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Die vorsitzende Richterin und die beiden Schöffen legten ihm drei Betrugsfälle und zwei Unterschlagungen zur Last.

Der aus Sachsen stammende 41 Jahre alte Kfz-Mechaniker konnte nicht mehr auf eine Bewährungsstrafe hoffen. Zu oft schon ist er mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Der mehrfach vorbestrafte Mann hat sogar bei laufender Bewährung weiter Straftaten begangen.

Schaden in fünfstelliger Höhe

Daher setzte sich sein Verteidiger Michael Manczak für eine relativ geringe Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten ein, während die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer drei Jahre und vier Monate forderte.

Von den sechs angeklagten Straftaten blieben am Ende des Prozesses fünf übrig. Der Schaden, den der ehemalige Werkstattmieter im Plauer Hafen angerichtet hat, liegt in fünfstelliger Höhe. Opfer waren Kunden, die ihm und seinen Handwerkskünsten vertraut hatten.

Der Reparatur hinterher gelaufen

Ein junger Mann, der Nicky M. sein Auto zur Reparatur überlassen hatte, erhielt den Wagen nicht zurück und wurde immer nur vertröstet. Ein anderer Kunde erhält den vorab bezahlten Austauschmotor für sein Boot nicht und auch nicht den Verkaufserlös eines zweiten Bootes.

Ein dritter Kunde aus dem Fläming läuft der versprochenen Reparatur seines Bootes die ganze Saison lang vergeblich hinterher, bezahlt hatte er schon im Voraus.

Am schlimmsten traf es einen Kunden aus Süddeutschland. Er hatte Nicky M. einen Jet-Ski mit Trailer im Wert von 10 000 Euro anvertraut, der beides für ihn verkauft. Das Problem auch hier: Der Kunde wurde seinen Jet-Ski los, erhielt aber kein Geld.

Das nächste Verfahren im Anmarsch

Der Angeklagte verteidigte sich damit, dass er die Sachen noch habe reparieren wollen. Der Jet-Aki etwa sei keineswegs im Wasser vergammelt. Am Schuldspruch des Gerichts änderte das nichts.

Vielmehr äußerte ein Zeuge sogar noch, dass er dem Angeklagten 10 000 Euro geliehen habe, dieses Geld aber nicht zurückerhalten habe. Vermutlich wird deshalb ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Von Jürgen Lauterbach

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