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Brandenburg/Havel MHB bietet jetzt eine Corona-Sprechstunde an
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Medizinische Hochschule bietet jetzt eine Corona-Sprechstunde an

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16:08 24.02.2021
Peter Markus Deckert, Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane.
Peter Markus Deckert, Dekan der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane. Quelle: Rüdiger Böhme
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Unter dem Titel „Impfe sich, wer kann!“ bietet die Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) eine virtuelle Corona-Sprechstunde an. Professoren setzen sich für die Nutzung aller bestehenden Impfangebote ein und laden am Freitag, 26. Februar, von 11 bis 12 Uhr zu einer Art Sprechstunde ein. Ziel ist es, auf Ängste und Sorgen der Bevölkerung einzugehen und live Fragen zu beantworten. Eine Teilnahme ist unter www.mhb-fontane.webex.com/meet/dekan möglich.

Impfstoffe sind großer Glücksfall

„Jeder Impfstoff ist besser als gar kein Impfstoff. Alle zugelassenen Impfstoffe reduzieren nachweislich und deutlich das Risiko an COVID-19 zu erkranken und, das Wichtigste, sie schützen zuverlässig vor schweren und tödlichen Krankheitsverläufen. Damit tragen alle Impfangebote spürbar dazu bei, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Dass wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits über eine Reihe von wirksamen Impfstoffen verfügen, ist eine beispiellose wissenschaftliche Errungenschaft und ein großer Glücksfall für uns alle“, sagt Markus Deckert, Dekan der Fakultät für Medizin und Psychologie der MHB, der gemeinsam mit Stefanie Oess, Frank Hufert und Karsten-Henrich Weylandt die virtuelle Corona-Sprechstunde anbieten wird.

Impforganisation als Herausforderung

In Rekordzeit wurden in den vergangenen Monaten verschiedene Impfstoffe entwickelt, die vor ihrer Zulassung alle umfangreich getestet wurden. Um bis Ende September die Bevölkerung zu schützen, müssen in Brandenburg rund 3,5 Millionen Impfungen vorgenommen werden. Allein im April wären das rund 440.000, im Mai dann 520.000 Impfungen pro Monat. Anders gerechnet sind dies rund 17.000 Impfungen pro Tag. Schon jetzt ist die reibungslose Organisation der Impfungen für alle Beteiligten in Politik und Gesundheit eine große Herausforderung. Hinzu kommt, dass nicht alle Impfstoffe in der Bevölkerung, auch in den festgelegten Prioritätengruppen, gleichermaßen akzeptiert werden.

Zögerliche Nachfrage

Das gilt besonders das für den zuletzt zugelassenen Impfstoff von AstraZeneca, der zunächst nur für Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren zugelassen ist. Zuletzt waren auch in Brandenburg Impftermine für den gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelten Impfstoff nur zögerlich nachgefragt worden.

AstraZeneca ist ebenbürtig

Auch in Deutschland ist die Nachfrage gering, ein lebensrettendes Vakzin droht zum Ladenhüter zu werden. Zu Unrecht, wie Markus Deckert betont: „Das Entscheidende ist nicht, gegen jede Infektion zu schützen, sondern die schweren und tödlichen Verläufe zu verhindern. Und darin ist der Impfstoff von AstraZeneca nach allen vorliegenden Daten den anderen beiden ebenbürtig. Er ist aus wissenschaftlicher wie aus klinischer Perspektive unbedingt zu empfehlen. Um die Pandemie zu beenden, muss jedes Impfangebot genutzt werden, ganz unabhängig vom Hersteller.

Alle Fragen sind willkommen

Wer also nicht nur sich selbst, seine Familie und Freunde schützen will, sondern auch einen Beitrag leisten möchte, dass wir als Gesellschaft den Weg aus der Pandemie und dem Lockdown finden, für den gilt: Impfe sich, wer kann!“

„Wer noch unsicher ist oder Fragen hat zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Impfstoffe, den begrüßen wir sehr herzlich in unserer Sprechstunde“, so Deckert weiter.

Von MAZ