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Brandenburg/Havel Mehr Geld für Sportstätten-Unterhalt gefordert
Lokales Brandenburg/Havel Mehr Geld für Sportstätten-Unterhalt gefordert
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16:53 19.09.2018
Segelwetter an der Havel: Der Optimist ist eine Segeljolle die von vielen Kindern gesegelt wird, die auf dem Beetzsee erste Erfahrungen mit diesem Sport machen. Mit einem „elitären Sport“ habe das nichts zu tun, meint man beim Stadtsportbund.
Segelwetter an der Havel: Der Optimist ist eine Segeljolle die von vielen Kindern gesegelt wird, die auf dem Beetzsee erste Erfahrungen mit diesem Sport machen. Mit einem „elitären Sport“ habe das nichts zu tun, meint man beim Stadtsportbund. Quelle: Britta Pedersen/dpa
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Brandenburg/H

Der Bedarf zur Instandsetzung der Sportanlagen in der Stadt Brandenburg „ist ungebrochen groß“, sagt Stadtsportbund-Geschäftsführer Sebastian Bradke. Seit mehreren Jahren haben die Stadtverordneten jeweils 100000 Euro im Haushalt zur Verfügung gestellt, um wichtige Instandsetzungen in den Sportanlagen anzuschieben, die zumeist der Stadt gehören, den Vereinen aber kostenfrei verpachtet wurden.

Die Zahl beantragter Fördermaßnahmen zur Reparatur und Instandhaltung sowie der Umfang der dafür benötigten Mittel würden verdeutlichen, wie notwendig eine Weiterführung des städtischen Sonderprogrammes und eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt Brandenburg ist, meint Bradke. Wie die Vorsitzenden des Vereins Werner Jumpertz (SPD) und sein Stellvertreter Jean Schaffer (CDU) bestätigen, hat der Vorstand des Stadtsportbundes jetzt beschlossen, auch in diesem Jahr wieder einen Antrag einzubringen, der im Doppelhaushalt 2019/2020 der Stadt wieder jeweils 100.000 Euro für die Sportvereine vorsieht.

„Keine Berührungsängste zur AfD“

Man setze nun auf eine breite und parteiübergreifende Unterstützung, sagt Bradke, es gelte das „bedeutende gesellschaftliche, soziale und ehrenamtliche Engagement“ weiter zu würdigen. Die SPD-Fraktionschefin Britta Kornmesser hat dem Vernehmen nach bereits einen Beschlussantrag erarbeitet, der von mehren Fraktionen unterzeichnet werden soll. Ihr Pendant von der CDU, Jean Schaffer, ist grundsätzlich dafür, will aber unbedingt auch die AfD mit auf dem Antrag haben.

„Ich habe keinerlei Berührungsängste zur AfD. Die gehören mit dazu und sie sind demokratisch gewählt“, sagt Schaffer, der künftig für die CDU im Landtag sitzen möchte. Schaffer weiß natürlich, wie schwer sich die SPD damit tut, die ja von der Landespartei die Vorgabe hat, mit dieser nationalkonservativen Partei mit immer stärker werdenden Brücken zum Rechtsextremismus, auf keiner Ebene zusammenzuarbeiten. Montag berät die SPD-Fraktion zu dem Thema.

„Keine Sportarten für Reiche“

Mit dabei ist SPD-Chef Werner Jumpertz: „Das entscheidet die Fraktion, nicht die Partei.“ Eine Abfuhr haben Schaffer und Jumpertz dem Fraktionschef der Freien Wähler Dirk Stieger erteilt. Der plädierte dafür öffentlich, dass die Sportförderung nicht für „elitäre“ Sportclubs- und Sportarten ausgereicht werden solle. „Laufen oder Segeln, das sind alles Materialsportarten“, sagt Schaffer. Das koste alles Geld und nicht alle Eltern seien reich. Solange nicht ein Segelhafen ausgebaggert werden müsse, sei er bereit jedem Verein zu helfen. Jumpertz sieht das ähnlich: Segelfliegen, Tennis oder Hockey begeistere viele Kinder und Jugendliche in der Stadt und hätten nichts mit reichen Eltern zu tun.

Von Benno Rougk

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