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Brandenburg/Havel Mehr Retter im Krankenwagen
Lokales Brandenburg/Havel Mehr Retter im Krankenwagen
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14:55 27.12.2018
Der Rettungsdienst in der Havelstadt bringt Patienten in die Notaufnahme des Städtischen Klinikums. Elf Mitarbeiter werden noch dringend benötig. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Was bei der Feuerwehr gelungen ist, soll auch für Rettungsdienst und Regionalleitstelle möglich sein. In den kommenden beiden Jahren wird das Personalloch geschlossen, Geld dafür ist in den neuen Doppelhaushalt eingestellt.

„Alle unsere Mitarbeiter bei Feuerwehr, Rettungsdienst und Leitstelle haben in diesem Jahr ihre Leistung nur erbracht, weil sie an ihre Grenzen gegangen sind“, lobt der zuständige Beigeordnete Michael Brandt (CDU).

So konnten in den vergangenen beiden Jahren seit Anfang 2017 bei der Berufsfeuerwehr 24 bislang freie Stellen besetzt werden. Im Feuerwehrtechnischen Dienst sind nunmehr 125 von 130 Stellen besetzt. Das genügt – theoretisch – vorerst. Zumindest die Einsatzbereitschaft ist gesichert und die Wochenarbeitszeit wird einigermaßen eingehalten. Neue Stellen wird es erst 2021 geben, dann noch einmal in größerer Anzahl. Laut vorliegendem Gutachten sollte eine Einsatzschicht immer mindesten 18 aktive Feuerwehrleute zählen, derzeit ist eine Besetzung von 14 Mann pro Schicht gesichert.

Noch größer allerdings ist aktuell der Bedarf beim Rettungsdienst, hier werden demnächst elf neue Stellen geschaffen.

Bereits Anfang 2017 hatte es ein externes Gutachten zur Personalsituation in der Regionalleitstelle gegeben, die ein 5000 Quadratmeter großes Gebiet mit etwa 460.000 Einwohnern in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sowie der Stadt Brandenburg an der Havel abdeckt. Von 26 vorgesehenen Beamtenstellen sind gerade einmal 16 besetzt. Zehn Stellen sollen im kommenden, sieben weitere im übernächsten Jahr besetzt sein. Zuden Aufgaben der Leitstelle gehören nicht nur das Annehmen des Notrufes 112, sondern Ersthilfe und Löschanleitungen für den Anrufer, beispielsweise durch so genannte Telefonreanimation. Zugleich müssen Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes alarmiert, ihr Einsatz begleitet und dokumentiert werden. Die Mitarbeiter koordinieren zudem den Krankentransport unter der Rufnummer 19222, disponieren den betreuungspflichtigen Krankentransport sowie den Rettungshubschrauber Christoph 35. Nicht zuletzt überwachen sie angeschlossene Brandmeldeanlagen, Alarmieren bei Bedarf die Wasserrettung oder die Notfallseelsorge. Zudem pflegen sie beispielsweise die Auskunftsunterlagen von Bereitschaftsdiensten.

Zu tun gab es 2018 wahrlich genug für alle am Löschen und Retten Beteilgten: Erinnert sei beispielhaft an die Brände im Kulturhaus „Anton Saefkow“, im Hochhaus am Tschirchdamm, die Waldbrände in Fichtenwalde und Treuenbrietzen, den Gebäudeeinsturz in der Jahnstraße oder auch den Verkehrsunfall mit dem ins Baugerüst gerasten Auto in der Rathenower Straße. Allein für die vergangenen sieben Tage hat die Regionalleitstelle 1936 Einsätze registriert, davon 36 Brände und 1091 Rettungswagen-Einsätze.

Das Konzentrieren von Stellen und Geld auf Feuerwehr, Rettungsdienst und Leitstelle bringt mit sich, dass in anderen Verwalötungsbereichen Abstriche gemacht werden müssen. „Wir sehen mehr personellen Bedarf bei der Ordnungsverwaltung, bekommen aber kein Zusatzpersonal. Größere Ausfallzeiten und Büroschließungen kann es geben“, sagt Brandt.

Von André Wirsing

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